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Die Verbraucherzentrale warnt vor vorschnellen Vertragsabschlüssen bei Handys.

Verbraucherzentrale

Handyläden stehen in der Kritik

RECKLINGHAUSEN - Bereits 2018 hatte die Verbraucherzentrale in sechs Telefonläden getestet, ob Verkäufer das Produkt-Informationsblatt aushändigen. Das Ergebnis: keiner. Zum Weltverbrauchertag wurde der Test wiederholt. Er brachte das gleiche Resultat.

Dabei sind die Händler verpflichtet, ihren Kunden anhand dieser Übersicht sämtliche Leistungen und Preise offenzulegen. Dieses Geschäftsgebaren führt nach Angaben von Elfriede Menne von der Beratungsstelle an der Breiten Straße dazu, dass die Beratungen wegen Telekommunikationsverträgen im vergangenem Jahr unverändert hoch gewesen sind. Rund 700 Anfragen gab es dazu – sie machen rund 40 Prozent der Beratungstätigkeit aus.

Checkliste im Vorfeld erstellen

In 73 Fällen hat die Verbraucherzentrale die Rechtsvertretung übernommen, um Verträge rückgängig zu machen. „In vielen Fällen hatten wir Erfolg“, sagt Elfriede Menne. Was nicht unbedingt selbstverständlich ist, denn im Gegensatz zu Verträgen, die im Internet abgeschlossen werden, besteht bei denen im Laden kein Widerrufsrecht. Diese Konstellation begünstigt ihrer Einschätzung nach die hohe Quote bei den Reklamationen und Beschwerden: Auf der einen Seite Verbraucher, die nicht so recht wissen, was sie eigentlich benötigen – oder haben wollen: Ist es ein Handy, mit dem überwiegend telefoniert werden soll, oder eines mit großem Datenvolumen, um viel im Internet zu surfen, auch ohne W-LAN? Elfriede Menne empfiehlt: „Da sollte man sich vorher eine Checkliste machen.“

Wahl des Geräts spielt große Rolle

Kontakt zur Verbraucherzentrale, Breite Straße 11-11a, Tel. (02361) 4055901.

Außerdem informieren sich ihrer Erfahrung nach nur die wenigsten zuvor über die Preise. Auf der anderen Seite stünden oftmals Verkäufer, die auf reiner Provisionsbasis arbeiten. Was bedeutet: Kommt der Vertrag zustande, gibt es Geld; wenn nicht, gehen sie leer aus – selbst wenn sie umfassend beraten haben. Auch die Wahl des Geräts spiele eine wichtige Rolle. Es müsse nicht immer unbedingt ein teures Smartphone für bis zu 1000 Euro sein, sagt die Beraterin. „Schon mit einem einfachen Handy und einer Prepaid-Karte für 15 Euro im Monat wären die meisten gut versorgt.“

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