Verdi kündigt Warnstreiks an

Am Donnerstag drohen Flugausfälle in NRW

Düsseldorf/Köln/Frankfurt - Flugreisende in mehreren deutschen Städten müssen am Donnerstag aufgrund weiterer Warnstreiks mit Flugausfällen rechnen. Die Sicherheitsbeschäftigten in Düsseldorf, Köln-Bonnn und Stuttgart seien zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen, teilte die Gewerkschaft Verdi mit. Bis zu 111.000 Passagiere sind betroffen.

  1. Die für Donnerstag, 10. Januar, angekündigten Warnstreiks des Sicherheitspersonals treffen nach Angaben des Flughafenverbandes ADV etwa 111.000 Reisende in Düsseldorf, Köln/Bonn und Stuttgart.
  2. Allein in Düsseldorf sind nach Flughafenangaben etwa 58.600 Passagiere betroffen, dort waren 570 Landungen und Abflüge geplant.
  3. Passagiere müssen nach Informationen des Flughafens Düsseldorf mit längeren Wartezeiten und Flugausfällen rechnen.
  4. Als eventuell Betroffener sollte man sich an seine Airline oder den Reiseveranstalter wenden und über den aktuellen Stand des Flugs informieren. Zudem sollten Passagiere frühzeitig am Flughafen sein und das Handgepäck auf ein Minimum reduzieren.

Nach Ausfällen in Berlin zum Wochenbeginn müssen Flugreisende am Donnerstag gleich in mehreren deutschen Städten mit Streichungen gebuchter Flüge rechnen. Die Sicherheitsbeschäftigten in Düsseldorf, Köln-Bonn und Stuttgart seien zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen, teilte die Gewerkschaft Verdi am Mittwoch mit. Es sei mit starken Einschränkungen im Flugverkehr zu rechnen.

Der erneute Warnstreik sei eine Reaktion darauf, dass der Bundesverbands der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) nach dem jüngsten Warnstreik am Montag an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld kein verbessertes Angebot vorgelegt habe, hieß es von der Gewerkschaft.

Auch weitere Streiks seien nicht auszuschließen, sagte Verdi-Verhandlungsführer Benjamin Roscher. "Den Arbeitgebern sollte klar sein, dass die Beschäftigten bereit und in der Lage sind, für ihre Forderungen einzutreten." Während der Warnstreik in Berlin nur wenige Stunden dauerte, soll er sich in den westdeutschen Städten nun über den ganzen Tag erstrecken.

Hintergrund sind die bislang ergebnislosen Tarifverhandlungen zwischen dem BDLS und Verdi für rund 23 000 Beschäftigte der Flugsicherheit. Die Gewerkschaft will einen Stundenlohn von bundesweit 20 Euro bei der Passagier-, Fracht-, Personal- und Warenkontrolle durchsetzen. Laut Verdi hatte der BDLS aber deutlich weniger angeboten. Am 23. Januar sollen die Gespräche fortgesetzt werden.

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