Verdi-Streik

Mitarbeiter von Primark, Kaufhof, H&M und Ikea in Dortmund streiken

In mehreren großen Geschäften in Dortmund gibt es am Freitag und Samstag weniger Personal als sonst: Mitarbeiter von Primark, Kaufhof und Co. streiken. Sie wollen mehr Geld.

So streikt man gerne: Im FZW genossen am Freitagvormittag rund 200 Menschen in gelben Westen bei karibischen Klängen die Sonne. Sie waren dem Aufruf der Gewerkschaft Verdi gefolgt und hatten die Arbeit in ihren Betrieben niedergelegt.

Sie alle sind im Einzelhandel angestellt. Ihre Arbeitgeber führen gerade Tarifverhandlungen mit Verdi. Am Donnerstag ging die zweite Verhandlungsrunde zu Ende - ergebnislos: Verdi fordert 6,5 Prozent mehr Gehalt und mindestens 163 Euro mit einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Arbeitgeber bieten hingegen lediglich eine Gehaltserhöhung von 1,7 Prozent und weitere 1,5 Prozent kommendes Jahr.

Geschäfte bleiben geöffnet, haben aber weniger Personal

"Ein unterirdisches Angebot", findet der Dortmunder Gewerkschaftssekretär Karsten Rupprecht, der den Streik mitorganisiert. Verdi Westfalen hat deshalb seine Mitglieder in 17 Betrieben zum Streik aufgerufen. In Dortmund betroffen sind unter anderem Primark, Karstadt und Kaufhof, H&M und Ikea betroffen. Die Geschäfte bleiben zwar geöffnet, müssen aber mit weniger Personal auskommen.

In den genannten Betrieben erscheinen die Verdi-Mitglieder sowohl am Freitag als auch am Samstag nicht zur Arbeit, in anderen Geschäften nur am Freitag. Laut Rupprecht sind in den nächsten Tagen und Wochen weitere Streiks geplant. Die nächste Verhandlungsrunde ist am 1. Juli.

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