Verdi-Warnstreik

Warum der Streik der Gelddienste in Dortmund nicht zu Bargeldknappheit geführt hat

Die Sorge vor leeren Geldautomaten und Bargeldknappheit ist in Dortmund unbegründet. Dortmund ist wegen eines Deals von den meisten Auswirkungen des Streiks verschont geblieben.

Die Fahrer von Geldtransporten machen einen dieser Jobs, die zwar im Hintergrund stattfinden, aber ohne den vieles nicht mehr besonders gut laufen würde. Als die Gewerkschaft Verdi bekannt gab, dass am Mittwoch eben diese Branche streiken würde, kam entsprechende Sorge auf. Zumindest in Dortmund hat der Warnstreik der Geld- und Wertdienste allerdings nicht zu Bargeldnot geführt.

Obwohl laut Verdi am Mittwochmorgen Hunderte Beschäftigte statt des Dienstes den Streik angetreten haben, gibt es in Dortmund keine Bargeld-Knappheit bei den großen Banken. Bei der Sparkasse wie auch bei der Volksbank sei alles wie immer, wie Sprecher der Unternehmen auf Nachfrage mitteilen. Den Grund dafür geben beide Institute übereinstimmend an: Für Geldtransporte nutze man den Dienstleister Loomis - und der werde nicht bestreikt.

Der Grund dafür: Unabhängig von den gewerkschaftlichen Tarifverhandlungen haben sich die Mitarbeiter von Loomis intern mit ihrem Arbeitgeber geeinigt. Sie bekommen zum 1.1.2019 in NRW für mobile Dienstleistung 72 Cent und für stationäre Dienstleistungen 84 Cent mehr pro Stunde. So geht es aus einem Facebook-Post und einen internen Aushang hervor, auf den ein Mitarbeiter des Unternehmens verweist. Zum 1.1.2020 werden demnach die Löhne nochmal um 75 Cent (mobil) und 90 Cent (stationär) erhöht.

"Es könnte sein, dass der Warnstreik weitergeht"

Insgesamt sind in NRW laut Verdi am Mittwoch 300 bis 400 Mitarbeiter der Geld- und Wertdienste - also zum Beispiel von Geldtransportunternehmen - in Streik getreten. Verdi fordert eine Erhöhung des Stundenlohns um 1,50 Euro beziehungsweise eine Gehaltserhöhung von 250 Euro pro Monat, sowie die Angleichung der Gehälter in den neuen Bundesländern bei einer Laufzeit von zwei Jahren.

Die Tarifverhandlungen werden am 3. und 4. Januar in Berlin fortgesetzt. "Es könnte sein, dass der Warnstreik in den kommenden Tagen weitergeht", sagte ein Verdi-Sprecher.

(mit Material von dpa)

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