Verkehrs-Übersicht

Schnee in Dortmund: 28 Unfälle in zwei Stunden

DORTMUND - Nach dem verschneiten Wochenende ist am Montagvormittag erneut ein Schneegebiet über das Ruhrgebiet gezogen. Auch wenn in Dortmund das große Verkehrs-Chaos ausblieb, gab es doch Beeinträchtigungen im öffentlichen Nahverkehr und Staus. Insgesamt krachte es in Dortmund 28 Mal. Der Sachschaden ist hoch.

Am Montagvormittag beherrschte dichter Schneefall Dortmund: Zwischenzeitlich wirkte der Blick durch das Fenster, als würde man in eine Schneekugel schauen. Doch so schön der Schnee aussah - auf den Straßen sorgte er für einige Probleme. Auf den großen Verkehrsachsen wie der B1 oder der B236 lief der Verkehr langsamer als gewohnt, brach aber nicht zusammen. Es kam aber immer wieder zu stockendem Verkehr und Staus auf den großen Straßen. an den Autobahnkreuzen Dortmund-Nordwest und -Nordost der A2 gab es Probleme wegen querstehenden LKW.

Nach Angaben der Polizei kam es zur Hochzeit des Schneetreibens von 11 bis 13 Uhr zu 28 Unfällen auf den Straßen Dortmunds. Der Sachschaden summiere sich auf rund 100.000 Euro, sagte Polizeisprecherin Cornelia Weigand auf Nachfrage unserer Redaktion.

Der Betreiber des öffentlichen Nahverkehrsnetzes, DSW21, teilte auf Nachfrage mit, dass es im ganzen Stadtgebiet Verspätungen im Busnetz gab. Bei den Stadtbahnen gebe es aber keine Probleme. Ebenso normal läuft der Betrieb am Flughafen Dortmund, wo man das Personal aufgestockt hat, um die Maschinen und die Start- und Landebahn eisfrei zu halten.

Die Entsorgung Dortmund GmbH (EDG) teilte am Montag mit, dass seit 10.30 Uhr alle 34 Räum- und Streufahrzeuge im Einsatz gewesen seien. Falls erforderlich, würden diese nach dem ersten "Streudurchgang" einen weiteren durchführen. Die EDG-Fahrzeuge sind auf insgesamt 1106 Kilometer Straße im Einsatz: auf Hauptverkehrsstraßen, auf Straßen mit öffentlichem Personennahverkehr, auf Brücken, an Kreuzungen und Strecken mit starkem Gefälle.

Ebenso gestreut werden planmäßig Wohndurchgangsstraßen und Überwege für Fußgänger und an Ampeln. 649 Kilometer an Nebenstraßen - etwa Sackgassen und Straßen und Durchgangsverkehr - lässt der Winterdienst der EDG dagegen aus. Aus wirtschaftlichen, aber auch aus ökologischen Gründen, wie EDG-Sprecherin Petra Hartmann mitteilt. Was nicht jeder weiß: Für den Winterdienst auf den Bundesstraßen B1, B236 und B54 ist in weiten Teilen der Landesbetrieb Straßen NRW zuständig. Außer in den innerstädtischen Bereichen - dort wiederum streuen und räumen die Mitarbeiter der EDG.

Fast 200 Unfälle am Wochenende

Beim Wintereinbruch am Wochenende kam es im Dortmunder und Lüner Stadtgebiet und auf den Autobahnen in und um Dortmund - dem Zuständigkeitsbereich der Polizei Dortmund - zu fast 200 Unfällen.

Als am vergangenen Freitagabend (8.12.) der Winter über Dortmund hereinbrach, waren laut EDG-Sprecherin Petra Hartmann - wie im Winter abends üblich - neun Kontrollfahrzeuge im Stadtgebiet unterwegs. Jeder Fahrer eines solchen Streufahrzeugs entscheide dann je nach den Bedingungen auf der Straße selbst, wo er streut und wo nicht. "Das ist immer ein Abwägungsprozess", sagt Hartmann.

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