Verwaltungsgericht

Drogengeld beschlagnahmt: Erzieherin verliert Klage gegen Polizei

Ein Polizist sieht, wie ein Mann in die Tasche einer Frau greift. Das kommt ihm verdächtig vor. Er guckt nach, findet 3000 Euro und beschlagnahmt das Geld. Zu Recht, sagen die Richter.

Eine Erzieherin ist mit dem Versuch gescheitert, knapp 3000 Euro von der Dortmunder Polizei zurückzufordern. Das Geld war ihr auf der Brückstraße weggenommen und beschlagnahmt worden. Der Verdacht: Es handelt sich um Drogengeld.

Die Erzieherin war aus Berlin angereist, angeblich, um in Dortmund ihre beste Freundin zu besuchen. Die beiden Frauen waren schließlich über die Brückstraße geschlendert, eine von ihnen mit einem Kinderwagen. Plötzlich tauchte ein Mann auf und legte etwas in die Tasche der Berlinerin. Dann war er auch schon wieder verschwunden.

Zivilbeamter beobachtet die verdächtige Übergabe

Normalen Passanten wäre wahrscheinlich gar nichts aufgefallen. Doch ganz in der Nähe war ein Zivilbeamter der Polizei. Der hatte zwar eigentlich mutmaßliche Autoknacker observiert, griff aber trotzdem sofort ein. Und siehe da: In der Tasche der Erzieherin lagen jede Menge loser Scheine. 164 Stück insgesamt, teilweise verdreckt, verknittert, zerrissen oder mit Tesafilm geflickt. Die genaue Summe: 2960 Euro.

Der Beamte behielt das Geld damals ein. Zu Recht, hat nun das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen entschieden. Die Erzieherin hatte zwar behauptet, dass es sich um ihr Erspartes gehandelt hat. Doch das wurde ihr nicht geglaubt. Vielleicht auch deshalb nicht, weil ihre Freundin und deren Ehemann schon wegen Drogendelikten aufgefallen waren. Außerdem klangen die Aussagen abgesprochen.

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