Viele Großprojekte geplant

VRR-Chef: Jahrelange Bauphase im Schienennetz steht bevor

Düsseldorf - Fahrgäste in Nordrhein-Westfalen müssen sich nach Ansicht von VRR-Chef Ronald Lünser auf eine jahrelange Bauphase im Schienennetz einstellen.

"Es war bitter nötig, dass wieder Milliarden in die Schiene in NRW fließen. Streckenstilllegungen seit der Jahrtausendwende und das Fahren auf Verschleiß haben dazu geführt, dass das System am Limit ist", sagte Lünser, der seit 100 Tagen Chef des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) ist, der "Rheinischen Post" (Donnerstag).

Es sei "ein Jahrzehnt der Baustellen" angebrochen - mit Großprojekten wie dem Umbau des Knotens Köln oder dem RRX-Ausbau. Zusammen mit kleineren Maßnahmen gebe es rund 1000 Projekte. "Dass grundsätzlich investiert und gebaut wird, freut mich zwar, aber wir werden Bauzustände haben, in denen über Wochen auf mancher Linie gar nichts fährt", sagte er.

Zudem forderte der VRR-Chef, dass die Verkehrsverbünde in NRW mehr die Sicht der Kunden einnehmen sollten. Das Tarifsystem müsse einfacher werden. "Die Hürden für Spontanfahrer sind zu groß. Selbst mir fällt es schwer, die Vielzahl der Tarife zu durchschauen."

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