Zu viele Unfälle auf den Autobahnen - jetzt soll etwas dagegen unternommen werden.
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Zu viele Unfälle auf den Autobahnen - jetzt soll etwas dagegen unternommen werden.

Verkehrssicherheit

Hohes Unfallrisiko: Auf diesen Autobahnen wird die Geschwindigkeitsbegrenzung angepasst

Die Zahl der Unfälle auf den Autobahnen steigt. Jetzt sollen Maßnahmen ergriffen werden, um das Risiko zu reduzieren. Betroffen sind unter anderem die A2, A31 und A43, auf denen es allein 2019 viele Hunderte Mal gekracht hat.

  • Eine Unfallkommission hat besondere Unfallschwerpunkte auf den Autobahnen herausgestellt
  • Jetzt sollen Maßnahmen ergriffen werden, um das Unfallrisiko zu senken
  • Auf einigen Streckenabschnitten soll es eine Geschwindigkeitsbegrenzung geben

Im Jahr 2019 wurden für den Regierungsbezirk Münster insgesamt 16 Abschnitte identifiziert, auf denen sich überdurchschnittlich viele Unfälle passiert sind. Wie die Bezirksregierung Münster mitteilte, ist das eine geringe Steigerung gegenüber dem Vorjahr. 

Für einige Bereiche der Autobahnen im Regierungsbezirk Münster hat die Unfallkommission unter anderen die folgenden Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beschlossen:

  • A 1, Autobahnkreuz Münster-Süd bis Anschlussstelle Münster-Nord, Fahrtrichtung Bremen: Die bereits bestehende Geschwindigkeitsreduzierung auf 120 km/h - zeitlich beschränkt zwischen 6-19 Uhr - wird im Bereich der Anschlussstelle Münster-Nord zukünftig bereits 500 Meter weiter südlich beginnen. Der Rückgang von Unfällen im derzeitigen Bereich der Geschwindigkeitsreduzierung hat die Unfallkommission dazu bewogen, diese auf den weiterhin unfallauffälligen vorgelagerten Bereich auszudehnen.
  • A 2, Autobahnkreuz Recklinghausen bis Anschlussstelle Herten, Fahrtrichtung Oberhausen: In einem Abschnitt von rund 700 Metern wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit bei Nässe auf 80 km/h reduziert.
  • A 2, Anschlussstelle Essen/Gladbeck bis Autobahndreieck Bottrop, Fahrtrichtung Oberhausen: Die bereits bestehende Geschwindigkeitsreduzierung auf 120 km/h - zeitlich beschränkt zwischen 6-19 Uhr - im Bereich Autobahndreieck Bottrop bis Anschlussstelle Oberhausen-Königshardt wird zukünftig bereits ab der Anschlussstelle Essen/Gladbeck gelten. Da sich die bereits geltende Geschwindigkeitsreduzierung aus dem Jahr 2017 zur Unfallbekämpfung bewährt hat, wird der Bereich ab der Anschlussstelle Essen/Gladbeck aufgrund der Unfallentwicklung im vergangenen Jahr dort nun mit einbezogen.
  • A 31, Anschlussstelle Gladbeck bis Autobahndreieck Bottrop, Fahrtrichtung Bottrop: Insbesondere in verkehrsärmeren Zeiten kommt es in diesem Bereich zu Unfällen in Zusammenhang mit unangepassten Geschwindigkeiten, zu geringen Sicherheitsabständen und aufgrund von Unachtsamkeit der Unfallverursacher. Fast 380 Mal hat es im vergangenen Jahr 2019 zwischen Bottrop und Emden gekracht.  Daher wird im direkten Bereich des Autobahndreiecks Bottrop - rund 1.300 Meter vor der Auffahrt zur A 2 - zukünftig die derzeitige zulässige Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h auf 80 km/h reduziert.
  • A 43, Anschlussstelle Senden bis Autobahnkreuz Münster-Süd, Fahrtrichtung Münster: Aufgrund von mehreren Unfällen, die im Zusammenhang mit auffahrenden Fahrzeugen auf die A 43 im Bereich der Anschlussstelle Senden stehen, wird auf einer Länge von rund 700 Metern der Spurwechsel mit Hilfe einer durchgezogenen Trennlinie zwischen den Fahrstreifen unterbunden.

Die Maßnahmen sollen baldmöglichst umgesetzt und im kommenden Jahr von der Unfallkommission auf ihre Wirksamkeit hin überprüft werden.

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