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Viele Gäste besuchten am Donnerstagabend die offizielle Eröffnung des Weihnachtsmarktes und genossen auf dem Kirchplatz den ersten Glühwein.

Auf vier Plätzen

Der Weihnachtsmarkt ist eröffnet

RECKLINGHAUSEN - Trompetenklänge, Lichterhimmel anschalten, Adventskalender verteilen, Feuerwerk: Mit gleich vier Aktionen wurde am Donnerstagabend der Recklinghäuser Weihnachtsmarkt offiziell eröffnet. Schließlich verteilt sich der Markt auch auf vier Plätze.

Zwar waren die meisten Stände bereits ab dem Vormittag geöffnet, den Startschuss gab es aber erst am frühen Abend. Berthold Schmitz hatte da bereits etliche Stammkunden begrüßt: „Die Sammler sind gespannt, welche neuen Figuren wir haben“, sagt er. An dem Stand auf dem Altstadtmarkt gibt es alles, um sich daheim eine kleine Weihnachtsstadt zu errichten: beleuchtete Häuser, Tannenbäume in vielen Variationen und kleine Menschlein dazu. „Ich freue mich alle Jahre wieder, wenn der Weihnachtsmarkt beginnt“, betonte Schmitz und lächelte gleich die nächste bekannte Kundin an. Gegenüber strahlt und funkelt es ebenfalls. Seit zwölf Jahren ist Elnor Berron Verkäuferin im Stand von Tanya Schroeder. Wer stimmungsvolles Licht liebt, schwelgt dort in farbigen Windlichtern und Kerzen. „Jetzt ist die Auswahl noch groß“, sagte die Fachfrau, die natürlich auch einige neue Motive im Sortiment hat. Lederwaren, Edelsteine, Gravuren, Handyhüllen, Figuren aus dem Erzgebirge, Bienenwachsprodukte, Wolliges – das nicht zum Verzehr geeignete Angebot ist auf dem Weihnachtsmarkt überschaubar. Das hat Besucher Dietmar Hilgenstock enttäuscht: „Du kannst hier viel essen und trinken, aber es gibt wenig Anreiz, über den Markt zu bummeln, sich etwas anzuschauen und zu kaufen.“ Weihnachtsmarkt-Organisator Lars Tottmann weiß von dieser Kritik: „Es ist schwer, für fünf Wochen Kunsthandwerk zu finden.

Die Händler können vom Gucken allein nicht leben.“ Zur Eröffnung um 17.30 Uhr war es auf jeden Fall voll in der Stadt. Auf dem Kirchplatz ergriff auch Propst Quante im Namen der katholischen und evangelischen Kirche das Wort: „Die vielen Lichter, die jetzt entzündet werden und überall leuchten, sie laufen alles auf eines hinaus: Jesus Christus ist das Licht der Welt. Das ist gut so und darauf freuen wir uns.“ Auf dem Altstadtmarkt bekam der Bürgermeister beim symbolischen Anschalten Verstärkung. Greta (4) und Jonas (6) Westphal durften mit auf den roten Knopf drücken und den Lichterhimmel anschalten. Angespannt schaute dabei auch Angelika Odor zu. „Ich durfte vor zwei Jahren und war nervöser als die Kinder“, gestand die Recklinghäuserin. Sie freut sich auf die kommenden Wochen, in denen sie mit ihrem Mann häufiger einen Glühwein und die schöne Stimmung genießen möchte. Auf dem Löhrhofplatz gab es für die kleinen Weihnachtsmarktbesucher kostenlos Adventskalender. Zum Abschluss des Eröffnungszuges leuchtete über dem Rathaus ein Feuerwerk. Dort zucken aber auch täglich die Lichter des modernen Kettenfliegers in den Himmel. „Das ist nicht jedermanns Sache“, gestand der Bürgermeister, „hat aber auch seine Fans.“

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