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04.01.2019, Spanien, Benidorm: Fußball, Bundesliga, Training des FC Schalke 04 im Trainingslager. Schalkes Steven Skrzybski (l) im Duell mit Schalkes Benjamin Stambouli. Foto: Tim Rehbein/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Verwendung weltweit

Amt des Vizekapitäns

Wird Stambouli der neue Naldo?

BENIDORM/GELSENKIRCHEN - Im vergangenen Sommer wurde Benjamin Stambouli in der Mannschaftsrat der Schalker berufen. Jetzt könnte er in der internen Hierarchie sogar noch eine Stufe nach oben klettern: Stambouli ist der heißeste Kandidat für den Posten des Vizekapitäns, der nach dem Abgang von Naldo freigeworden ist.

„Wenn der Trainer das möchte, wäre das natürlich eine große Ehre für mich“, sagt der 28-Jährige. Überbewerten will er den Posten aber nicht. „Wir haben mit Ralf Fährmann einen Kapitän – und danach ist jeder Spieler ein bisschen selbst Kapitän.“

Stambouli hat etwas Zeit gebraucht, um auf Schalke anzukommen. Seine erste Saison war durchwachsen, nicht wenige stempelten ihm bereits als Fehleinkauf ab. Das änderte sich mit dem Amtsantritt von Domenico Tedesco. Der beorderte den ursprünglich als defensiven Mittelfeldspieler verpflichteten Franzosen zum Innenverteidiger, und dort mauserte sich Stambouli allmählich zum Führungsspieler.

Stambouli hat die "Schalke-DNA"

Nicht nur das: Der 28-Jährige hatte schnell verstanden, was Schalke ausmacht - inzwischen hat er die „Schalke-DNA“, wie er es nennt, verinnerlicht. In einem Interview schwärmte er von der Fankultur und verriet, dass er den Fangesang von den „Schalkern, die unter der Brücke oder in der Bahnhofsmission schlafen“, gerne unter der Dusche anstimmt.

Auch sprachlich ist er vielen seiner Mitspieler voraus. Nach zweieinhalb Jahren spricht er exzellent Deutsch, und zwar das Deutsch der Region, in der er spielt: „Wir müssen malochen und kämpfen“, fordert er.

Bei der Trainingseinheit am Mittwoch demonstrierte er, was er damit meinte. In den Tagen zuvor war ja viel die Rede davon gewesen, dass es auf dem Platz zu ruhig zugehe – als ob er diese Theorien im Alleingang widerlegen wollte, dirigierte Stambouli beim Trainingsspiel lautstark, lobte und schimpfte. „Ich bin ja mit meinen 28 Jahren einer der Älteren im Team, da kann ich den jüngeren Spielern mit meinen Erfahrungen helfen“, sagt er anschließend.

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