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Rollator oder Vierfuß-Gehilfe? Das individuell richtige Hilfsmittel kann vor Stürzen schützen.

Vorsicht bei Discountern

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Herten - Gehhilfen, die man im Supermarkt kaufen kann, sind oft nicht richtig eingestellt und bergen so Sturzrisiken.

Inzwischen bekommt man Gehhilfen wie etwa Rollatoren sogar im Discounter. Was kaum einer weiß: Der Umgang mit dem Gerät sollte geübt und trainiert werden. Eine unsachgemäße Nutzung kann nämlich schlimme Folgen haben.

Immer häufiger beobachten Unfallmediziner schwere Verletzungen auf ihren OP-Tischen, die genau durch diese Handhabungsfehler hervorgerufen werden.

Vierfußgehhilfe oder Rollator?

In der vom Medienhaus Bauer präsentierten Abendsprechstunde wird gezeigt, worauf ganz praktisch zu achten ist. Die erste Frage wird lauten: Ist der Rollator überhaupt das richtige Hilfsmittel oder ist vielleicht eine Vierfuß-Gehhilfe besser?

Wenn ein Rollator in Frage kommt, dann gilt es hier die Grundregeln zu beachten: Nah an den Körper ziehen, man muss sich gut abstützen können und die Bremsen sind an der Hand. Die Höhe der Griffe ist korrekt, wenn die Ellenbogen leicht angewinkelt sind. Hat der Nutzer den Rollator nicht fest im Griff, kann dieser unkontrolliert fortrollen. Ein Sturz ist fast nicht zu vermeiden.

Auch Stolperkanten in der Wohnung oder auf der Straße sind eine häufige Gefahrenstelle. Wer sich zum Ausruhen auf das Gerät setzen will, muss den Rollator immer sichern. Also: Es gibt einiges zu beachten. Hilfestellungen geben Physio- und Ergotherapeuten. Sie achten zum Beispiel darauf, ob der Patient eine ausreichende Muskulatur und Koordinationsfähigkeit hat, um das Gerät beherrscht.

Auch andere Tipps können helfen, Stürze zu vermeiden. Die Experten von Prosper- und Elisabeth-Hospital raten etwa: „Bleiben Sie, bevor Sie aufstehen, zunächst kurz auf der Bettkante sitzen, um Ihren Kreislauf nicht zu überfordern. Besonders wenn Sie Medikamente einnehmen müssen, sollten Sie vorsichtig sein.“ Ratsam sei es zudem, für eine ausreichende Beleuchtung insbesondere in der Nacht zu sorgen und beispielsweise Leuchtstecker zu nutzen, die dauerhaft eine kleine Lichtquelle sind und für eine bessere Orientierung sorgen.

Ausreichend trinken ist wichtig

Und Achtung: Lose liegende Teppiche oder abgelegte Gegenstände geraten schnell zur Stolperfalle. „Versuchen Sie auch, glatte und nasse Oberflächen zu meiden, und sorgen Sie für das richtige Schuhwerk“, raten die Experten weiter. Lose Schlappen können ebenso zur Stolperfalle werden wie die berühmte Teppichkante. Auch zu weite Kleidung, die rutscht oder auf dem Boden schleift, birgt eine Gefahr.

Falls Betroffene eine Brille tragen, sollten sie diese auch aufsetzen, um sich einen guten Überblick verschaffen zu können. Regelmäßige Kontrollen der Sehstärke beim Augenarzt sorgen zudem dafür, möglichst alles im - richtigen - Blick zu haben. Und: Trinken Sie regelmäßig und ausreichend. Dann ist schon viel getan.

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