Waldarbeiten

Brand nach Phosphorbomben-Fund aus Zweitem Weltkrieg in Haltern

Haltern - Bei Rohdungsarbeiten ist ein Waldarbeiter auf eine Phosphorbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gestoßen sein. Im Wald an der Weseler Straße kam es zu einem Brand.

Weil ein Waldarbeiter mit seinem Arbeitsgerät gegen eine Phosphorbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gestoßen ist, ist am Mittwochmittag ein Kleinbrand im Wald an der Weseler Straße / Wilhelm-Koch-Straße ausgebrochen. Verletzt worden sei nach ersten Erkenntnissen der Polizei niemand.

Phosphor entzündete sich an der Luft

Der Mann soll am späten Vormittag im Wald mit seiner Fräse auf die Bombe gestoßen sein, wodurch Phosphor austrat und sich an der Luft entzündete. Noch vor Eintreffen der Feuerwehr und der Polizei hatte der Mann den brennenden Gegenstand mit Erde abgedeckt und so das Feuer erstickt. Nach eigenen Angaben des Mannes sei es nicht das erste Mal gewesen, dass er mit einem solchen Fall zu tun gehabt habe. Beim Eintreffen der Polizei und der Feuerwehr war so nur noch leichter Qualm und ein schwefeliger Geruch wahrnehmbar. Die Einsatzkräfte sperrten den betroffenen Bereich ab.

Zwei Kräfte des angeforderten Kampfmittelräumdienstes suchten das Gebiet ohne besondere Schutzkleidung kurze Zeit später mit einer Sonde ab und entfernten einzelne mutmaßliche Trümmerteile in einem Gebiet von zehn mal zehn Metern. Um welche Art von Phosphor es sich handelt, war zunächst unklar. Die Bomben wurden im Zweiten Weltkrieg vor allem mit weißem Phoshpor angereichert, der sich an der Luft entzündet und als hochgiftig gilt.

"Ein Thema, das immer wieder hochkommt"

Wo genau noch Bomben im Boden in Haltern liegen, ist unklar: "Man weiß, dass es in Bahnhofsnähe viele Bomben gab, sodass sich viele Leute erinnern können, dass es dort heftig war. Insgesamt war Haltern ziemlich zerstört", sagt der Stadtsprecher Georg Bockey. Man könne von keinem Gebiet sagen, dass es mit voller Sicherheit frei von Bomben sei, so Bockey. "Es ist ein Thema, das immer wieder hochkommt."

Stehen Baumaßnahmen bevor, werten Kampfmittelbeseitigungsdienste auf Anfrage von Städten und Gemeinden historische Luftbilder aus den Kriegstagen aus, um Hinweise auf mögliche Kampfhandlungen und so Kampfmittelreste zu bekommen.

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