Warnstreik bei der IKK classic in Dortmund

Angestellte fordern 5,5 Prozent mehr Gehalt

Dortmund - Die Gewerkschaft der Sozialversicherung rief am Dienstag zum Warnstreik auf. Betroffen war auch der Sitz der IKK classic in Dortmund. Sollte es bei den nächsten Verhandlungen nicht zu einer Einigung kommen, sind weitere Warnstreiks möglich.

Am Dienstag (17.4.) wurde in Dortmund wieder kräftig gestreikt: Rund 300 Demonstranten zogen durch die Straßen der Innenstadt. Die IKK classic-Angestellten fordern 5,5 Prozent mehr Gehalt, eine Erhöhung des Weihnachtsgeldes und eine unbefristete Übernahme der Auszubildenden. Auslöser für den Warnstreik sei das zu niedrig angesetzte Vergütungsangebot der IKK-Arbeitgeber, es stehe im krassen Gegensatz zu den jüngsten Tarifabschlüssen der anderen gesetzlichen Krankenkassen.

Das Arbeitgeberangebot findet Sabine Wellnitz der GdS-Bundesgeschäftsstelle "lächerlich". Das Angebot liege nur knapp über der Inflationsrate und sei somit nicht akzeptabel. Der Warnstreik in Dortmund war Teil von bundesweiten Arbeitsniederlegungen bei einzelnen Innungskrankenkassen. Wellnitz sieht die Warnstreiks als "gezielte Nadelstiche, die den Arbeitgebern klar machen sollen, dass das Maß voll ist".

Weitere Warnstreiks nicht ausgeschlossen

Sollte die vierte Verhandlungsrunde am 25. April erneut scheitern, schließt Wellnitz weitere Warnstreiks nicht aus.

Die Arbeitgeber argumentieren, dass die Zufriedenheit der Arbeitnehmer sich aus Wertschätzung und familienfreundlichen Arbeitsbedingungen zusammensetze. Somit wollen sie ab 2020 einen erhöhten Familienzuschlag zahlen. Hierbei soll nicht mehr geprüft werden, ob der Ehepartner ebenfalls Anspruch auf einen Kinderzuschlag hat.

Die GdS sieht dieses Angebot als eine Mogelpackung und macht darauf aufmerksam, dass Mitarbeiter ohne Kinder nicht davon profitieren werden und sich mit "einer mageren Erhöhung der Vergütung, sowie einer überlangen Laufzeit von 36 Monaten abfinden müssten".

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