Weihnachtsmarkt-Bilanz

Zwei Millionen Besucher auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt

Ziel erreicht: Knapp zwei Millionen Gäste statteten dem Dortmunder Weihnachtsmarkt einen Besuch ab. Patrick Arens vom Schaustellerverein Rote Erde hat Wünsche für 2019.

Der Weihnachtsmarkt endet am kommenden Sonntag. Patrick Arens vom Schaustellerverein Rote Erde zieht Bilanz. Ein Interview über Besucherzahlen, Lob, Tadel und Wünsche.

Herr Arens, am 30. Dezember endet der Weihnachtsmarkt. Wie lautet ihre Bilanz?

Wir sind zufrieden, denn wir hatten Besucher aus aller Herren Länder und haben die erwartete Besucherzahl von knapp zwei Millionen Gästen erreicht. Nach dem Terroranschlag am Breitscheidplatz in Berlin vor zwei Jahren war die Stimmung vor einem Jahr etwas gedrückt. In diesem Jahr war zu merken: Die Besucher sind mit einem Lächeln unterwegs, die Stimmung ist einfach gut in diesem Jahr.

Da war das Weihnachtssingen im Stadion - zieht das den Weihnachtsmarkt in der Innenstadt leer?

Nein, es ist eher so, dass die Besucher uns vor und nach dem Singen im Stadion besucht haben. Auch unser Weihnachtssingen am 23. Dezember war sehr gut besucht. Die Internationalität des Dortmunder Weihnachtsmarktes ist auch 2018 wieder deutlich geworden.

Was sind die Stärken des Dortmunder Marktes?

Das Kommunikative. Wir bringen die Menschen zusammen und bieten viele unterschiedliche Angebote. Das Weihnachtsdorf für die Kinder und die Ruhe, die da beim Backen und Basteln herrscht - als neuer Vorsitzender des Weihnachtsdorf-Vereins sage ich: Das ist richtig schön. Erwähnen muss ich auch den Weihnachtsbaum, der erneut vermessen worden ist. Mit 45,14 Metern ist er der höchste Weihnachtsbaum der Welt mit natürlichen Bäumen.

Was muss besser werden?

Wir müssen besser werden an den Eingängen. Schon seit drei Jahren sprechen wir über den Zugang vom Hauptbahnhof in die Innenstadt. Da muss 2019 etwas passieren. Mit dem Einzelhandel möchten wir gerne über die Beleuchtung auf dem Westenhellweg sprechen. Alle Städte präsentieren ein Gesamtpaket. Dortmund noch nicht.

Auf ihrer privaten Facebook-Seite kritisieren Sie einen Text von Spiegel Online. Der Autor stellt fest, dass Weihnachtsmärkte immer mehr zu Volksfesten verkommen würden. Was gefällt Ihnen an dieser Kritik nicht?

Weil man da die Wörter "Volksfest" und "verkommen" zusammenbringt. Jedes Volksfest bringt Menschen zusammen. Wenn die Weihnachtsmärkte die Menschen zusammenbringen, auch weg vom Internet, dann haben diese Märkte ihr Ziel erreicht.

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