Weihnachtsspende 2018

Welche Wunder reich an Segen...

... heißt es im Weihnachtslied „Menschen, die ihr wart verloren“. Dank unserer Weihnachtsaktion im letzten Jahr und der großherzigen Hilfe unserer Leser erlebt der kleine Nikita sein eigenes Weihnachtswunder.

Nun ist Weihnachten. Trubel und der Stress der Vorweihnachtszeit sind vorbei. Jetzt kann sie wirklich kommen, die stille, die besinnliche Zeit des Wunders der Weihnacht. Deshalb wollen wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, im Rahmen unserer Weihnachts-Spendenaktion von einem Wunder berichten, das es ohne Sie und ihre Hilfe niemals gegeben hätte.

Wir erzählen von Nikita, dem Jungen aus Chisinau im trostlosen Moldawien, der von Geburt an gelähmt war. Von einem kleinen Jungen, dessen Leben eigentlich beendet war, bevor es begonnen hatte. Bis Sie kamen und mit ihren Spenden ein Wunder bewirkten.

Es ist zu einer guten Sitte geworden, dass wir im Rahmen unserer Weihnachts-Spendenaktion – diesmal für Burkina Faso – über die Ergebnisse der Weihnachtsaktion vom vorigen Jahr – damals Moldawien – berichten. Vor einem Jahr haben Sie, liebe Leserinnen und Leser, für die Kinder in einem Kinderheim in Moldawien gespendet. Wir haben erzählt von einem Heim, in dem eine Ärztin und viele Helferinnen sich mit uralten Geräten, in teilweise verschimmelten Räumen, ohne richtige und wirkungsvolle Medizin gegen die Tuberkulose bei kleinen Kindern stemmen. Von einer Krebsstation für Kinder, in der es an allem fehlt, was Kinder in dieser traumatischen Situation brauchen.

Wir haben Sie um Spenden gebeten für Pater Pavel, der nahezu mittellos sich um Behinderte kümmert. Vor allem um Jugendliche und Kinder mit einem körperlichen oder geistigen Handicap. Der versucht, mit uralten Maschinen eine berufliche Ausbildung zu gestalten, die den jungen Menschen ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht. Und wir haben Ihnen eben von Nikita berichtet. Dem Jungen, der seit der Geburt gelähmt ist und der vom Meer und von der Seefahrt träumt. Und von seiner Mutter Irina Sokolova, die für ihren Sohn kämpft. Die ihn nie aufgeben hat.

Sein Schicksal hat Ihr Herz berührt, liebe Leserinnen und Leser. Viele haben für ihn gespendet. Und drei Leser aus dem Spenderkreis – sie wollen anonym bleiben – haben beschlossen: Nikita soll wieder gehen können. Dafür haben sie gespendet. Unsere Partnerorganisation HOPE 87 und die „YOU – Stiftung Bildung für Kinder in Not“ der UNESCO-Sonderbotschafterin Ute Ohoven haben die Organisation der schwierigen Operation in einer Spezialklinik in St. Petersburg und die anschließende Reha organisiert. Nikita hat die drei Operationen geduldig ertragen, sich mit starker Willenskraft durch die Reha gekämpft, steht heute auf seinen Beinen und geht erste Schritte.

Sein Arzt hat zur Mutter gesagt: „Ich habe selten ein Kind mit einem so starken Willen gesehen. Er ist ein kleiner Held.“ Nikita selbst redet nicht viel über seine Schmerzen. Über seine Verzweiflung, wenn er beim Versuch, einige Schritte ohne Gehhilfe zu gehen, eben doch wieder umgefallen ist. Er kämpft weiter. Sein Arzt: „Nikita hat erst nach den Operationen angefangen zu gehen. Seine Muskeln, seine Gelenke, seine Sehnen sind etwa auf dem Stand eines Kleinkindes von einem Jahr. Alles ist noch schwach, unsicher und wackelig. Aber er holt in einem unglaublichen Tempo auf.“

Von den übrigen Spenden hat Pater Pavel für seine Schützlinge neue Geräte bekommen. Er konnte die Betreuung von Behinderten verbessern, er ist für viele arme Menschen in seinem Sprengel zu einer Anlaufstelle geworden, wenn mal wieder in der Speisekammer und im Brotkasten gähnende Leere herrscht. Er wird mit ihnen und mit Nikita gemeinsam ein großes Weihnachtsfest in seiner Kirche feiern. Sie werden alle kommen: die Frommen und die Armen, die Behinderten und Verzweifelten. Und auch Nikita mit seiner Mutter.

„Ach ja, mein Nikita,“ sagt Pater Pavel unserem Mitarbeiter, „der wird kommen und er wird ganz vorne sitzen. Ich weiß, das ich ihm versprochen habe, mit ihm hinauf in den Kirchturm zu klettern. Ganz hinauf, nahe bei Gott werden wir sein. Und ihm für das Wunder danken. Und ich danke den lieben und guten Menschen in Deutschland, die soviel für ein Kind getan haben, das sie gar nicht kennen. Gott segne sie und wir alle wünschen Ihnen ein gutes Weihnachtsfest.“

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