Wenn Festi Ramazan, dann mit weniger Ständen

Entscheidung zum Ramadan-Festival noch nicht gefallen

DORTMUND - Die Zuversicht steigt, dass das Festi Ramazan nach dem anfänglichen Nein der Politik doch ab 16. Mai in Dortmund stattfinden kann. An die Genehmigung des Ramadan-Dauer-Festes knüpft die Stadt allerdings einige Bedingungen.

"Es kann noch klappen", sagte am Mittwoch Oberbürgermeister Ullrich Sierau, "aber nur in abgespeckter Form". In Frage komme die Fläche auf dem Logistikplatz A8 der Westfalenhallen hinter dem Theodor-Fliedner-Heim an der Straße Im Rabenloh.

Da unter anderem die Fluchtwege dort für den ursprünglich geplanten Umfang des Festes mit 150 Ständen und bis zu 19.000 erwarteten Besuchern pro Nacht nicht ausreichten, müssten sich die Veranstalter kleiner setzen. Weniger Stände auf kleinerer Fläche. Sierau: "Es muss so stattfinden, dass es stadtverträglich ist."

Besucher müssen vorab informiert werden

Und das ist noch nicht alles, was die Stadt dem Veranstalter zur Auflage macht. Es gebe zwar ein Sicherheits- und ein Mobilitätskonzept, stellte Sierau fest, was aber noch fehle, sei ein Kommunikationskonzept.

Das heißt, die Veranstalter, die europaweit Werbung für das Festi Ramazan machen, müssen ihre Besucher darauf hinweisen, dass das Fest kleiner wird und man auch mit anderen Verkehrsmitteln als dem Auto anreisen kann. "Damit die Besucher nicht mit zu hochgesteckten Erwartungen hierher kommen", so der OB. Man müsse das Fest von vorherein steuern. "Wer das nicht macht, ist unprofessionell."

Lärmschutzwand für Fliedner-Heim

Über eine erlaubte Größe des Festes wollte sich Sierau am Mittwoch nicht äußern. Eine Lärmschutzwand soll den Krach vom benachbarten Theodor-Fliedner-Heim fernhalten.

Die Bezirksvertretung Innenstadt-Ost hatte mit Hinweis auf die Lärmbelästigung und den Widerstand der Annwohner das Festival am zunächst ausgeguckten Standort Remydamm verweigert.

Dorthin sollte das Fest ausweichen, weil der Platz vor den Westfalenhallen in diesem Jahr wegen Bauarbeiten nicht zur Verfügung steht.

Kritik am Veranstalter

OB Sierau sieht es als Versäumnis des Veranstalters an, nicht selbst in die Bezirksvertretung gekommen zu sein, um mit dem Vorortparlament zu reden. Auch wenn es um Moscheen gehe, gehe der Rat der muslimischen Gemeinden nicht auf die Stadt zu, kritisierte der OB: "Doch reden ist die Voraussetzung für Kooperation."

In einer Dringlichkeitsentscheidung hat die Bezirksvertretung Innenstadt-West dann am 30. April die mögliche Lösung auf dem Parkplatz A8 aufgezeigt. Das letzte Wort hat das Bauordnungsamt.

Im nächsten Jahr werde das Festi Ramazan wieder vor den Westfalenhallen stattfinden können, kündigte Sierau an.

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