Auf der Westfalenhütte

Baustart für neues Rewe-Frischelager mit 700 Jobs

Dortmund - Auf dem Gelände der früheren Sinteranlage der Westfalenhütte wurde der Spatenstich für das Rewe-Zentrallager gesetzt. Die Größe der Fläche lässt die Dimension des Gesamtprojekts erahnen.

Wie eine Wüstenlandschaft wirkt das Gelände der Ex-Sinteranlage noch. Aus der Ferne grüßen die riesigen Hallen der Thyssen-Krupp-Stahlveredelung auf der Westfalenhütte. Ähnlich riesig wird der Neubau auf dem ersten Bauabschnitt des alten Sinteranlagen-Areals, für den Vertreter von Rewe und der Stadt am Mittwoch den Spaten schwangen. Knapp 45.000 Quadratmeter, also gut sechs Fußballfelder groß wird der Gebäudekomplex, der das neue Frischelager der Rewe Dortmund beherbergen wird.

Vier Lagerstandorte werden vereint

Rewe vereint damit vier bisherige Lagerstandorte: die bisherigen Frischelager in Wesel und in Asseln sowie die Tochterfirmen Doego Fruchthandel und Import, bislang an der Feldstraße zuhause, und Bubi Frischedienst aus Wambel. 700 Arbeitsplätze kommen so unter ein Dach - und beiben Dortmund erhalten.

Denn bei der Suche nach einem Lagerstandort war man durchaus auch außerhalb der Stadtgrenzen unterwegs, wie der Vorstandsvorsitzende der Rewe Dortmund Andreas Schmidt beim Spatenstich berichtete. "Jetzt sind wir froh, dass wir heimatnah untergekommen sind", sagte er.

Rewe investiert in das neue zentrale Frischelager einen "hohen zweistelligen Millionenbetrag", erklärte Schmidt. "Damit ist es eines der größten Projekte in der 105-jährigen Geschichte der Rewe Dortmund." Und man ist sicher, dass sich die Investition langfristig auszahlt. Durch die Zusammenlegung der Standorte spare man künftig etwa 1 Million Transport-Kilometer im Jahr, sagte Schmidt. Und der Energieverbrauch verringert sich dank moderner Technik um etwa 30 Prozent.

Umzug im Herbst 2019

Doch jetzt mus erst einmal gebaut werden. Die Erschließung mit dem ersten Teilstück der verlegten Rüschebrinkstraße und der neuen Walzwerkstraße, an der das Rewe-Lager künftig liegt, ist fast fertig. Jetzt beginnt die Vorbereitung des Geländes, das zuvor mit rund 1,8 Millionen Kubikmeter Bodenmasse aufbereitet worden war. Im September beginnt der Hochbau.

Im Sommer und Herbst nächsten Jahres soll der Betrieb im neuen Frischelager Schritt für Schritt starten. Bis Jahresende soll der Umzug der bisherigen Lager in Asseln und Weseln absolivert sein. Zuletzt zieht Anfang 2020 die Doego ein.

Die Zahl der dann 700 Arbeitsplätze könnte dann langfristig sogar steigen. Es gibt noch Reservefläche für die Erweiterung des Lagers. Schmidt: "Wir haben alles auf Expansion ausgelegt."

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