Lob für Weston McKennie

Bis an die Schmerzgrenze

Düsseldorf - Sonderlob von Trainer Domenico Tedesco für Weston McKennie nach Schalkes 2:0-Erfolg in Düsseldorf. Nach 79 Minuten war Feierabend. Von zwei Betreuern gestützt, verließ Weston McKennie das Spielfeld. Völlig ausgepumpt, aber glücklich.

Denn Schalkes mit 20 Jahren jüngster Spieler im Profikader hatte beim 2:0 (0:0)-Erfolg in Düsseldorf erneut bärenstarke sportliche Akzente gesetzt. Beim dritten Schalker Pflichtspielsieg innerhalb von einer Woche erzielte McKennie nicht nur sein erstes Bundesligator, sondern der Mittelfeldspieler wirbelte über das gesamte Spielfeld mit so großem Engagement, dass sein Trainer Domenico Tedesco sich hinterher zu einem Sonderlob veranlasst sah.

Bodenständig und gute Mentalität

„Weston ist für uns nicht nur wegen seiner Tore wichtig. Er verkörpert vieles von dem, wofür Schalke steht. Gute Mentalität, Bodenständigkeit, er ackert in jedem Spiel“, fand Tedesco warme Worte für das große Talent, dass beim Bundesligisten immer besser auf Touren kommt.

In seinem ersten Schalke-Jahr als Profi war sich der US-Boy für keinen Job im Team zu schade. „Er hat viele Positionen gespielt. Vom rechten Verteidiger in Mainz, bis zum Sechser, Achter oder Zehner im Mittelfeld. Ich denke, Weston ist für die Mannschaft im Zentrum am wertvollsten“, so Tedesco.

Entwicklung überrascht nicht

Überrascht kommt die positive Entwicklung von McKennie für seinen Trainer nicht. „Weston hat es schon in der vergangenen Saison sehr gut gemacht“, lobte Tedesco, der gleichzeitig aber auch ein bisschen vor zu großen Erwartungen warnte: „Weston muss fleißig und bodenständig bleiben. Dann kann er für Schalke 04 in den nächsten Jahren noch sehr viel wertvoller werden.“

Der 20-Jährige scheint bereit, für den Profifußball alles zu geben. Vor einer Woche schien er noch wegen einer schweren Muskelprellung zu einer Zwangspause genötigt. Doch nach nur vier Tagen absolvierte McKennie schon wieder leichtes Lauftraining und spielte dann beim Champions-League-Erfolg in Moskau nicht nur groß auf, sondern erzielte auch den einzigen Treffer in dieser Partie.

Mit Schmerzen gespielt

„Ich habe da noch ein bisschen mit Schmerzen gespielt. Von medizinischer Seite wurde mir versichert, dass sie nicht größer werden können. Das hat sich bestätigt“, verriet McKennie nach dem Spiel in Düsseldorf. Der Youngster stielt momentan selbst Nationalspielern im Schalker Kader die Schau. Sebastian Rudy zum Beispiel saß in Düsseldorf 90 Minuten nur auf der Bank. Und der erstmals ins Nationalteam berufene Mark Uth wurde erst nach 61 Minuten eingewechselt und wartet immer noch auf sein erstes Pflichtspieltor für Königsblau.

Bei aller Freude über diesen Sieg vergaß Tedesco jedoch nicht zu erwähnen, wie zäh die Anfangsphase für seine Mannschaft verlief. „Vor der Pause haben wir nicht so gut gespielt. Im zweiten Durchgang war es eine andere Musik. Das 1:0 war wichtig für die Brust und für den Kopf.“ Und das ging auf das Konto von McKennie, der mit viel Applaus von den Schalker Fans bei seiner Auswechslung gefeiert wurde. Ausgepumpt, aber glücklich.

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