Winterwetter

EUV kann bei dieser Kälte die Straßen nicht reinigen

Castrop-Rauxel - Nordrhein-Westfalen hat zu Montag die bislang kälteste Nacht des Winters erlebt. Auf Schwerin lag gestern früh Schnee, der größte Teil der Stadt blieb davon verschont. Zu kalt. Und die Kälte bleibt uns erhalten. Bei diesen Temperaturen können selbst die Kehrmaschinen des EUV-Stadtbetriebs nur eingeschränkt fahren.

Am frostigsten im Land war es in der Nacht zu Montag in Lippstadt-Bökenförde mit Tiefstwerten von minus 12,5 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst in Essen mitteilte. So kalt war es hier nicht, aber der Frost steckt tief. In der Nacht zu heute waren -9 Grad vorhergesagt, und auch die folgenden beiden Nächte sollen Tiefstwerte von -8 und -7 Grad bringen.

Maschinen reinigen mit Wasser

Bei diesen Temperaturen können selbst die Kehrmaschinen des EUV-Stadtbetriebs nur eingeschränkt fahren, wie der EUV jetzte mitteilte. Da die Maschinen nicht nur mit Besen kehren, sondern gleichzeitig auch mit Wasser, können die großen Straßenreinigungsmaschinen erst ab einer Temperatur von plus 3 Grad zum Einsatz kommen. Denn sonst könnte die überfrierende Nässe zur Verkehrsgefährdung führen.

Auch nach nächtlichen Streueinsätzen fahren die Kehrmaschinen nach EUV-Angaben nicht raus, da das Granulat oder Solegemisch möglichst lange die Fahrbahn vor Glätte bewahren soll. Sobald sich die Witterung ändere und die Temperaturen steigen, werde die Straßenreinigung wieder in den Straßen unterwegs sein. Das wird laut Wettervorhersage erst Ende der Woche der Fall sein, allerdings ist derzeit für Freitag Schneefall vorhergesagt.

Winterdienst ist wieder gefordert

Dann wird nicht die Straßenreinigung des EUV gefordert sein, sondern der Winterdienst. Der war bislang in diesem Winter rund 250 Stunden im Einsatz, wie der EUV für seinen nächste Verwaltungsrat am Mittwoch, 7. März, auflistet (öffentliche Sitzung um 17 Uhr beim EUV am Westring). Die Mitarbeiter des Winterdienstes für die Großstreufahrzeuge sind demnach in drei Bereitschaftsgruppen eingeplant, die jeweils in jeder dritten Woche Rufbereitschaft haben und sich im Krankheits- oder Urlaubsfall gegenseitig vertreten. 35 Mitarbeiter sind im Streudienst tätig, hinzu kommen 2 in der Werkstatt sowie 3 Einsatzleiter. Die haben fünf Großfahrzeuge und neun Handstreuungsfahrzeuge zur Verfügung. Bei den Einsätzen gegen Schnee und Glätte sind 200 Tonnen Streusalz verbraucht worden.

Für das Salz stehen zwei Silos mit einem Fassungsvermögen von 500 bis 600 Tonnen zur Verfügung. Diese Menge ist laut EUV ausreichend, um für etwa drei Tage den Winterdienst auf den wichtigsten Straßen sicherstellen zu können. Zudem liegen bei einem Lieferanten 600 weitere Tonnen Salz bereit, die jederzeit abrufbar seien. Außerdem werden in einer Soleanlage 15.000 Liter einer 23-prozentigen Salzsole vorgehalten. Der Winter kann also noch ein paar Tage dauern.

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