Zoll bei Räumung illegaler Unterkunft im Einsatz

1700 Stangen Zigaretten in "Kakerlaken-Häusern" sichergestellt

Dortmund - Bei der Räumung einer illegalen Unterkunft in Westerfilde am Donnerstag vor einer Woche waren nicht nur Bauordnungs- und Ordnungsamt im Einsatz. Auch der Zoll war vor Ort - und beschlagnahmte 1700 Stangen Zigaretten.

Nach gesicherten Informationen unserer Redaktion hat der Zoll im Zuge der Räumung zweier Problemhäuser in Westerfilde eine Durchsuchung durchgeführt und dabei rund 1700 Stangen Zigaretten beschlagnahmt. Auch wurden einige Personen festgenommen.

Zoll nennt keine Details zum Einsatz

Die Sprecherin des zuständigen Zollfahndungsamtes in Essen, Heike Sennewald, bestätigte auf Anfrage allerdings ausschließlich, dass es den Einsatz in Westerfilde gab. "Details dazu kann ich wegen laufender Ermittlungen nicht nennen."

Die über 30 Personen aus Osteuropa, die dort schätzungsweise zuletzt gelebt hatten, mussten die Gebäude verlassen, weil erhebliche Baumängel und teils massiver Kakerlakenbefall festgestellt worden waren.

Stadtsprecher Maximilian Löchter lieferte Information nach, wo die Menschen, die in den beiden Häusern gelebt hatten, untergebracht worden sind. "13 Personen haben um Unterbringung durch das Sozialamt gebeten, elf wurden in Wohnungen des Wohnraum-Vorhalteprogramms untergebracht, zwei weitere wurden an die Männer- bzw. Frauenübernachtungsstelle verwiesen." Vier weitere hätten sich selbst um eine Unterkunft gekümmert.

Stadtsprecher betont, dass es sich nicht um Matratzenlager handelt

Dass es sich bei den beiden Häusern mit 500 Quadratmetern Wohnfläche um sogenannte Matratzenlager gehandelt habe, dementierte Löchter: "Bezeichnet man in Anlehnung an Wikipedia oder Duden als Matratzenlager Räume, in denen eine Vielzahl von untereinander fremden Personen auf einfachsten Schlafstätten nächtigt, so ist das für das besagte Objekt zu verneinen."

Neben den Häusern in Westerfilde wurde in der vergangenen Woche auch ein Haus in Lindenhorst geräumt. Die Frage, ob es weitere Objekte dieser Art gebe, beantwortete Löchter auch: "Es gibt bei der Stadt die Arbeitsgruppe Problemhäuser." Wie viele es gebe und welche das sind, sagte er aber nicht.

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