Zuschuss für Studenten

Bafög-Reform bringt mehr Geld für Dortmunder Studierende

Bildungsministerin Anja Karliczek will das Bafög erhöhen: Höchstsatz, Wohnzuschuss und Freibeträge sollen für Studierende steigen. Aus Dortmund gibt es dennoch Kritik.

Studierende können sich im nächsten Jahr auf mehr Bafög freuen. Der Höchstsatz soll bis Herbst 2019 von 735 Euro auf 850 Euro steigen, wie aus einem Eckpunktepapier des Bildungsministeriums hervorgeht.

Zudem will die Bundesbildungsministerin Anja Karliczek mit der geplanten Reform die Zahl der Empfänger auf neun Prozent anheben: "Wir packen Probleme an, die die Studierenden am meisten drücken", begründet Karliczek ihre Planungen gegenüber den Funke-Zeitungen.

Ein großer Schritt für mehr Chancengleichheit in der Bildung.

Erhöhung reicht nicht aus

Die Allgemeinen Studierendenausschüsse (Asta) der Technischen Universität (TU) und der Fachhochschule Dortmund freuen sich über den erhöhten Studentenzuschlag. Jedoch wünschen sich die Ausschüsse die Regelung bestenfalls schon zum kommenden Sommersemester.

Die Mietpreise steigen in den meisten Städten immer mehr an. Viele Dortmunder Studierende sind mit der Finanzierung überfordert. Selbst die angestrebte Erhöhung des Mietzuschusses von etwa 30 Prozent reiche nicht aus: "Eine wirklich nachhaltige Entwicklung des Bafög-Betrages erfordert regelmäßige Anpassung, die aktuelle Lösung steht jedoch weiter für Stagnation", sagt die TU-Asta-Sprecherin, Hannah Rosenbaum. Die beiden Asten hatten zu dem Thema eine gemeinsame Pressemitteilung verfasst.

Dabei gehört Dortmund laut einer Studie vom Moses Mendelssohn Institut zu einer der günstigeren Städte in der Lebenshaltung. Durchschnittlich zahlen Studierende in Dortmund 300 Euro für einen Platz in einer Wohngemeinschaft. In München hingegen muss teilweise sogar das Doppelte gezahlt werden.

Dazu kommen dann noch die Studierendenbeiträge, Versicherungen, Lebensmittel und vieles mehr hinzu.

Die Steigerung des Bafög-Satzes reicht laut der Studie in etwa 20 Hochschulstädten nicht aus. In diesen Städten sei mehr als ein Drittel aller Studierenden betroffen. Der Direktor des Instituts fordert deshalb als Lösung, einen regional angepassten Ortszuschlag für besonders hochpreisige Hochschulstandorte.

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