Polizeiabsperrband, die Stadt Wesel
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Ein Sektenführer aus NRW soll seinen Mitgliedern schlimme Dinge angetan haben.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Sektenguru aus NRW soll Mitgliedern schlimme Dinge angetan haben

  • vonLisa Krispin
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Gegen einen Sektenführer aus NRW wird aktuell ermittelt. Die Vorwürfe sind schwerwiegend. Es soll mehrere Opfer geben.

Wesel/Duisburg - Es sind schwere Vorwürfe, die die Staatsanwaltschaft Duisburg derzeit gegen einen 57-jährigen Mann aus Hamminkeln (NRW) erhebt, berichtet RUHR24.de.* Dem Sektenführer wird unter anderem die Freiheitsberaubung und Vergewaltigung einiger seiner Gemeinschafts-Mitgleider vorgeworfen.

StadtWesel
Fläche122,6 km²
Einwohner60.230 (2019)

Vorwürfe gegen Sektenführer aus NRW: Mann sitzt in Untersuchungshaft

Insgesamt sollen zehn Personen Opfer der zum Teil brutalen Taten geworden sein. T-Online hatte zuerst über den Fall aus NRW berichtet. Demnach sitzt der Beschuldigte derzeit wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft. Das Landgericht Duisburg wolle nun über die Zulassung der Anklage entscheiden.

Doch was genau wirft die Staatsanwaltschaft dem gebürtigen Niederländer vor? In dem Bericht von T-Online heißt es, dass der 57-Jährige ein „spiritueller Führer“ eines „Balance Recovery Life Centers“ gewesen sein soll. Dort habe der Mann esoterisch-spirituelle Lebensberatung und die Therapierung von Lebenskrisen durchgeführt.

Sektenführer aus NRW soll zehn Menschen angegriffen und vergewaltigt haben

Ein mutmaßliches Opfer hatte den Sektenguru angezeigt und die Ermittlungen ausgelöst. Die zur Last gelegten Straftaten sollen in einem Zeitraum von mehreren Jahren passiert sein. Von Januar 2016 bis Juli 2020 habe es allein 20 Fälle von gefährlicher Körperverletzung gegegeben.

Dazu kommen vorsätzliche Körperverletzung, Freiheitsberaubung, Nötigung und Vergewaltigung in fünf Fällen sowie sexuelle Nötigung in drei Fällen. Unter den zehn Opfern soll auch ein 16-jähriger Teenager sein, so eine Sprecherin des Landgerichts Duisburg gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Schwere Vorwürfe gegen Sektenguru aus NRW: Schläge mit Metallstangen und Pfannen

Der Angeklagte hatte den Angaben zufolge Wohnungen in Wesel und Hamminkeln. In Wesel habe er auch eine Gastronomie betrieben, wo die kostenpflichtigen Selbstheilungs-Seminare stattgefunden haben sollen.

Wenn Mitglieder der Gemeinschaft Arbeiten in der Küche oder im Haus nicht ordentlich erledigten, soll der Niederländer sie mit Metallstangen, Regenschirmen, Schöpfkellen und Metallpfannen geschlagen und sie getreten haben.

Video: Der Hölle entkommen: Sektenaussteiger und ihre Geschichten

57-jähriger Sektenführer soll Opfer in ein Gartenhaus gesperrt haben

Doch damit nicht genug. Zusätzlich habe er seine Opfer mit dem Kopf gegen die Wand geschlagen und ihnen Brandwunden zugefügt. Einmal soll der 57-Jährige sie bis zu fünf Tage lang zu „therapeutischen Zwecken“ in ein Gartenhaus gesperrt haben.

Zudem soll der Sektenguru die Menschen zu sexuellen Handlungen an sich und untereinander gezwungen haben. Die Vergewaltigungen beziehen sich laut der Staatsanwaltschaft auf Oralverkehr.

Anklage gegen Sektenführer aus NRW: Weitere Ermittlungen gegen andere Mitglieder

Der Mann aus Hamminkeln ist jedoch nicht der einzige, gegen den die Duisburger Staatsanwaltschaft nun ermittelt. Zusätzlich werde untersucht, inwiefern mehrere weitere Mitglieder der Gemeinschaft im Verdacht der unterlassenen Hilfeleistung stehen. *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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