Trostlos ist der Anblick des ehemaligen Klemm-Kaufhauses in der City von Oer-Erkenschwick. Für das sogenannte „Klemm-Dreieck“ werden nun künftige Nutzungslösungen gesucht.
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Trostlos ist der Anblick des ehemaligen Klemm-Kaufhauses in der City von Oer-Erkenschwick. Für das sogenannte „Klemm-Dreieck“ werden nun künftige Nutzungslösungen gesucht.

An der Stimbergstraße - Jetzt mit Update

Neue Ideen für altes Klemm-Dreieck - am Schandfleck in Oer-Erkenschwick soll sich etwas tun

  • Jörg Müller
    vonJörg Müller
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Das sogenannte Klemm-Dreieck an der Stimbergstraße in Oer-Erkenschwick ist schon lange ein Schandfleck. Jetzt gibt es neue Ideen für daas Gebäude.

Update, 15. November, 13.09 Uhr: Gute Nachricht aus Düsseldorf für Oer-Erkenschwick: Das Bauministerium fördert die „Machbarkeitsstudie Klemm-Dreieck“ mit einem Zuschuss in Höhe von 49.500 Euro. Das Geld will die Stadt Oer-Erkenschwick dafür verwenden, von Fachplanern grundsätzliche Überlegung für eine Um- beziehungsweise Neugestaltung des gesamten Bereiches zwischen Marktstraße, Stimbergstraße und dem Berliner Platz zu erstellen. Der augenfälligste Leerstand ist das Gebäude des ehemaligen Kaufhauses Klemm, das auf den Betrachter den Eindruck einer Kriegs-Ruine macht. „Nach meinem Informationen ist das Insolvenzverfahren nun eröffnet, das ehemalige Kaufhaus-Gebäude aus der Insolvenzmasse isoliert worden. Jetzt hängt eine künftig Verwendung also an dem Eigentümer und der Bank“, erläutert Bürgermeister Carsten Wewers. Das Problem: Das Gebäude auf dem rund 660 Quadratmeter großen Citygrundstück muss vor einer Neunutzung des Areals abgerissen werden. Und diese Abrisskosten übersteigen den Grundstückswert. „Es stellt sich also die Frage, wie ein Investor ein wie auch immer geartetes Projekt wirtschaftlich darstellen kann“, sagt Wewers. Dennoch, so der Bürgermeister, gibt es Interessenten, die sich an den Klemm-Bereich herantrauen wollen.

Unsere Erstberichterstattung: Ein Fachplanungsbüro soll sich möglichst schnell mit dem sogenannten Klemm-Dreieck befassen und im Zuge einer Machbarkeitsstudie Vorschläge für eine künftige Nutzung und mögliche Umgestaltung unterbreiten. Dafür hat die Stadt Oer-Erkenschwick mit Zustimmung des Rates 50.000 Euro Fördermittel beim Land Nordrhein-Westfalen beantragt. Der zu begutachtende Bereich beschränkt sich dabei nicht nur auf die Kaufhaus-Ruine an der Ecke Stimberg-/Marktstraße in Oer-Erkenschwick. In die Studie einbezogen werden soll der komplette Gebäudekomplex von der Klemm-Ruine entlang der Stimbergstraße, entlang der Berliner Platzes und über die Marktstraße wieder zurück.

Kompliziertes Insolvenzverfahren in Oer-Erkenschwick

Wir wollen handlungsfähig sein, sobald wir die Möglichkeit dazu haben“, klärte der Technische Beigeordnete der Stadtverwaltung, Bernd Immohr, während der jüngsten Ratssitzung in Oer-Erkenschwick auf. Das allerdings ist insbesondere in Bezug auf die Ruine des Klemm-Kaufhauses nicht so einfach möglich. Denn der Eigentümer des 1994 geschlossenen Kaufhauses an der Stimbergstraße, die nun noch einen Leerstand verkraften muss, ist insolvent. Und das Insolvenzverfahren ist kompliziert, weil nach Mitteilung der Stadt zwei unterschiedliche Insolvenzverwaltungen an dem Verfahren beteiligt sind, die untereinander noch keine Einigkeit über die Zuordnung des früheren Kaufhausgebäudes erzielen konnten. Das nach der Förderbewilligung zu beauftragende Planungsbüro soll den Gebäudezustand untersuchen und mögliche Nutzungen herausarbeiten und vorschlagen.

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