Papa Guido Röttger spielt und lehrt Blockflöte. Tochter Matilda (6) zieht dagegen die Melodika vor.
+
Papa Guido Röttger spielt und lehrt Blockflöte. Tochter Matilda (6) zieht dagegen die Melodika vor.

Zum Tag der Blockflöte

Ist die Blockflöte ein Segen oder einfach nur ein Horror? Ein Musikschullehrer aus Oer-Erkenschwick packt aus

  • Jörg Müller
    vonJörg Müller
    schließen

Manche mögen die Blockflöte. Für andere ist sie der reinste Horror. Wir haben zum Tag der Blockflöte mit einem Musikschullehrer aus Oer-Erkenschwick gesprochen.

„Ich habe als Neunjähriger in der Schule im Rahmen einer Musik AG das Blockflötespielen erlernt“, erinnert sich Guido Röttger (37), Familienvater von zwei Töchtern aus Oer-Erkenschwick. Im Gegensatz zu anderen empfand Röttger das Blockflötespielen als Kind nicht negativ, zumal sich bei ihm schnell die ersten Erfolge einstellten. „Das ist allerdings bei der Blockflöte gar nicht so einfach, denn man muss bei diesem Musikinstrument die Löcher sauber zugreifen, um die Töne richtig zu treffen. Ansonsten quietscht es. Und das hat – offen gestanden – ein recht hohes Frustrationspotenzial“, weiß Guido Röttger.

Guido Röttger aus Oer-Erkenschwick empfiehlt die Melodika

Der Musikschullehrer unterrichtet in seiner eigenen Musikschule „Guidos Notenkiste“ an der Friedrichstraße 7 in Oer-Erkenschwick neben Blockflöte und Guitarre auf die Melodika. Auch die Melodika ist ein Blasinstrument, bei dem man aber über Tasten die Töne erzeugt. „So in etwa wie beim Akkordeon“, sagt Röttger, der persönlich den Eltern für ihre Kinder die Melodika statt der Blockflöte empfiehlt. „Da stellen sich die Spielerfolge schon bei ersten Stunde ein.“ Dennoch bleibt die Blockflöte ein Thema. Im vergangenen Kurs hat Guido Schlossen vier Kinder unterrichtet. „Blockflötespielen hat eine lange Tradition. Außerdem ist das Instrument günstig. Hölzerne Einstiegsflöten sind schob ab 35 Euro zu haben, wobei man für eine halbwegs gute Gitarre schon 150 Euro hinlegen muss. Aber eine Meodika bekommt man auch schon für 40 Euro“, weiß Guido Schlosser zu berichten.

Oer-Erkenschwick: Musizieren sorgt für ein Feuerwerk im Gehirn

Musikschulinhaber Guido Schlosser aus Oer-Erkenschwickist der Auffassung, dass grundsätzlich jeder Mensch in nahezu jedem Alter ein Musikinstrument erlernen kann. „Und Musizieren fördert die Kreativität und auch soziale Kompetenzen. Wer beispielsweise in einem Orchester oder einer Band spielt, muss beispielsweise pünktlich zu den Proben erscheinen. Denn ohne eben die Blockflöte zum Beispiel funktioniert das Musikstück nicht. Außerdem geht es um gegenseitige Verantwortung und Zusammengehörigkeitsgefühl“, sagt Schlosser. Der 37-Jährige fügt noch einen Grund fürs Muszisieren an: „Es ist erwiesen, dass das Hören von klassischer Musik die Bildung von neuen Synapsen im Gehirn fördert. Und wenn man dann noch selbst musiziert, dann spielt sich im eigenen Kopf ein wahres Feuerwerk ab.“

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Rettungshubschrauber landet am Mühlenweg in Oer-Erkenschwick: 20-jährige Frau verunglückt
Rettungshubschrauber landet am Mühlenweg in Oer-Erkenschwick: 20-jährige Frau verunglückt
Rettungshubschrauber landet am Mühlenweg in Oer-Erkenschwick: 20-jährige Frau verunglückt
Erzieherinnen fühlen sich von der Politik im Stich gelassen - so sieht Notbetreuung in der Kita aus
Erzieherinnen fühlen sich von der Politik im Stich gelassen - so sieht Notbetreuung in der Kita aus
Erzieherinnen fühlen sich von der Politik im Stich gelassen - so sieht Notbetreuung in der Kita aus
Feuerwehr muss den Pulverlöscher einsetzen - das ist an der Beethovenstraße passiert
Feuerwehr muss den Pulverlöscher einsetzen - das ist an der Beethovenstraße passiert
Feuerwehr muss den Pulverlöscher einsetzen - das ist an der Beethovenstraße passiert
Oer-Erkenschwick will die Landstraße L798 von Oer bis Rapen übernehmen - das eröffnet Möglichkeiten 
Oer-Erkenschwick will die Landstraße L798 von Oer bis Rapen übernehmen - das eröffnet Möglichkeiten 
Oer-Erkenschwick will die Landstraße L798 von Oer bis Rapen übernehmen - das eröffnet Möglichkeiten 
Gymnasiastinnen belegen den zweiten Platz im Ingenieurs-Wettbewerb
Gymnasiastinnen belegen den zweiten Platz im Ingenieurs-Wettbewerb
Gymnasiastinnen belegen den zweiten Platz im Ingenieurs-Wettbewerb

Kommentare