Brandschutzbedarfsplan

Neue Hauptamtliche erwünscht

OER-ERKENSCHWICK. Die erste Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans, die am Donnerstag, 22. April, sowohl vom Haupt- und Finanzausschuss (14 Uhr, DRK-Haus, Agnesstraße) als auch anschließend vom Rat (15 Uhr) debattiert werden soll, birgt Zündstoff

Ob die Parteien dem vorgelegten Beschlussentwurf der Verwaltung folgen werden, ist völlig offen. Auch, weil die fünf „kleinen Fraktionen“ Bündnis-Grüne, BOE, FDP, UWG und Linke immer noch mächtig angefressen sind, nachdem im Vorfeld der Ratssitzung Informationsgespräche von Seiten der Stadtverwaltung abgesagt wurden. Aber auch inhaltliche Fragen sieht man längst nicht ausreichend beantwortet, so dass man bestimmte Schutzziele für die Feuerwehr festlegen könnte. Kurzfristig haben die fünf Fraktionen am vergangenen Wochenende daher an anderer Stelle fachlichen Rat gesucht. Michael Böcker (Oberhausen), Vorsitzender der Interessenvertretung der Feuerwehr e.V., erläuterte mit den Parteien das Thema. Zum Hintergrund: Im Juli 2004 erteilte die Bezirksregierung der Stadt die Ausnahmegenehmigung, auf die Vorhaltung einer hauptamtlich besetzten Staffel für den Brandschutz werktags von 16 bis 7.30 Uhr zu verzichten. Diese Genehmigung wurde bis zum 31. Juli 2009 befristet erstellt. Am kommenden Montag ist nun ein Gespräch der Stadt mit dem Regierungspräsidenten vorgesehen, in der personelle und finanzielle Fragen erörtert werden sollen. Vier Tage zuvor tagt bereits der Rat. Offen bleibt die Frage, ob dann bereits eine Entscheidung zu Schutzzielen überhaupt getroffen werden kann. Grundlage der Debatten bildet die aktuelle Studie der Unternehmens-Gruppe Rinke, die die Einsatzfähigkeit der Oer-Erkenschwicker Feuerwehr vom 1. Januar 2004 bis 31. Dezember 2008 unter die Lupe nimmt. Wesentliche Erkenntnisse des Berichts: Die Verfügbarkeit der ehrenamtlichen Kräfte ist wochentags tagsüber eingeschränkt. Folge: Aus diesem Grunde scheint es notwendig, die Funktionsstärke der hauptamtlich besetzten Wache durch ein Stufenkonzept zu erhöhen. Zumal auch die vereinbarten Schutzziele oftmals nicht zu realisieren sind. Beispiel: Bei „kritischen Einsätzen“ (Brände/Hilfeleistungen) mit einer tolerierten Zeitabweichung von ein bis zwei Minuten gibt es einen Ziel-Erreichungsgrad von 56 %. In Rede stehen in Stufe eins bis zu sechs neue hauptamtliche Stellen, die notwendig seien. Bleibt die Frage der Finanzierung: Die Verwaltung schlägt unter anderem vor: Einsparungen im Personalbudget sowie Anpassung bzw. Erhöhung der Grundsteuer.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Das ist am Körper von „Promis unter Palmen“-Teilnehmerin Carina Spack nicht echt
Das ist am Körper von „Promis unter Palmen“-Teilnehmerin Carina Spack nicht echt
Schleusenpark: Dieses Unternehmen hat als erstes mit dem Bau begonnen
Schleusenpark: Dieses Unternehmen hat als erstes mit dem Bau begonnen
Suche nach Christopher G. beendet – Mann meldet sich bei der Polizei
Suche nach Christopher G. beendet – Mann meldet sich bei der Polizei
Feuerwehr rückt aus zur Stegerwaldstraße - Zimmerbrand gemeldet
Feuerwehr rückt aus zur Stegerwaldstraße - Zimmerbrand gemeldet
So will Kevin Großkreutz sein Dortmunder Lokal und die Jobs seiner 25 Angestellten retten
So will Kevin Großkreutz sein Dortmunder Lokal und die Jobs seiner 25 Angestellten retten

Kommentare