Eine Gruppe Menschen steht im Stadtpark in Oer-Erkenschwick und spricht über Ideen zur Umgestaltung der Grünfläche.
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Dr. Gerhard Laukötter (l.) erklärt bei der Info-Veranstaltung, wie er sich die Park-Attraktivierung vorstellt.

Aufwertung der Grünfläche - Jetzt mit Update

Stadtpark wird kein Schulbauernhof - so setzt die Bürgerinitiative ihre Arbeit fort

  • Michael Dittrich
    vonMichael Dittrich
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  • Jörg Müller
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Auch in Zeiten von Corona setzt die Bürgerinitiative (BI) „Rettet den Stadtpark“ ihre Arbeit in Oer-Erkenschwick fort. Jetzt gab es ein weiteres Treffen vor Ort.

  • Bei einem Treffen wurden Vorschläge zur Attraktivierung des Stadtparks gesammelt.
  • Bürgerinitiative ruft Bürger zum Mitmachen auf.
  • Der Stadtpark ist ein Gestaltungsbaustein des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK).

Update, 26. August, 13.28 Uhr: Die Bürgerinitiative (BI) „Rettet den Stadtpark" hat sich erneut im Stadtpark in Oer-Erkenschwick getroffen, um Ideen zu sammeln. Sprecher Armin Ziesmann sagte bei einer Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative vor Ort: „Wir werden mit dem Bürgermeister sprechen, dass wir bei der Planung dabei sein wollen.“

„Es soll kein Schulbauernhof werden, sondern ein Stadtpark bleiben“, sagte Dr. Gerhard Laukötter. Der Naturexperte hatte schon vor gut einem Jahr, als noch die Bebauung der Grünfläche im Raum stand, die Bedeutung des Parks für das Stadtklima, die Naherholung sowie für Vögel und Insekten hervorgehoben. Ohne ins Detail zu gehen, skizzierte Laukötter vor rund 30 Teilnehmern einen groben Fahrplan. Angefangen von einer Bestandsaufnahme, was unbedingt erhalten werden muss, über die Auswahl von Flächen, die Entwicklungspotenzial haben, bis hin zu Dingen, die wegmüssen. „Zum Beispiel überflüssige Versiegelung und große Eichen, die den Eichenprozessionsspinner einladen.“ Die Freilegung des vom Abwasser befreiten Westerbachs ist für Laukötter genauso ein Muss wie der Einsatz von Solarpumpen und Windrädern für die Bewässerung. Ideen haben die Mitglieder und Unterstützer der Bürgerinitiative reichlich. Sie reichen vom Barfuß-Lehrpfad über Urban Gardening und Blühwiesen bis hin zum Parkranger, der Vandalismus verhindern soll.

Unsere bisherige Berichterstattung:

Beim jüngsten Treffen wurden konkrete Vorschläge für die Attraktivierung des Areals in Oer-Erkenschwick gesammelt: „Wir können uns dort gut einen Erlebnispfad der Sinne mit Barfußweg und Klangspielen, eine rollatorfreundliche Gestaltung der Wege mit vielen Bänken zum Verweilen, eine gute Beleuchtung oder die Renaturierung des Westerbachs vorstellen“, sagt BI-Sprecher Armin Ziesmann.

1,2 Mio. Euro will die Stadt in den Stadtpark in Oer-Erkenschwick samt Spielplatz investieren.

Bürger aus Oer-Erkenschwick sollen sich beteiligen

Mit Sprecherkollegin Doris Stolte ruft Ziesmann die Bürger aus Oer-Erkenschwick zum Mitmachen auf: „Jetzt gilt es, den Stadtpark attraktiver zu machen.“ Vorschläge können per E-Mail an aziesmann@web.de oder beim nächsten Treffen im Stadtpark am 24. August übermittelt werden. Über allem steht bei der BI die Freude, dass der Stadtpark nicht bebaut werden soll. Stattdessen will die Stadt ab 2021 rund 1,2 Millionen Euro in den Stadtpark in Oer-Erkenschwick - in dem Verwirrendes passiert - samt dortigen Spielplatz investieren. 80 Prozent der Gesamtkosten soll das Land Nordrhein-Westfalen übernehmen. 

Angsträume in Oer-Erkenschwick vermeiden

Der Stadtpark ist ein Gestaltungsbaustein des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK). Zielsetzung der Attraktivierung ist, dass sich die Bürger mehr mit dem Erholungsareal identifizieren. Das soll durch mehr Bewegungsangebote, eine Erhöhung von Sicherheit und sozialer Kontrolle und die Vermeidung von Angsträumen geschehen. 

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