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Am Busbahnhof in Recklinghausen wurde eine 18-jährige Oer-Erkenschwickerin brutal zusammengeschlagen.

Am Busbahnhof in RE

18-Jährige brutal zusammengeschlagen

OER-ERKENSCHWICK - „Na, du Schwuli!“ Mit diesen Worten wird am Dienstagabend eine 18-jährige Oer-Erkenschwickerin von zwei jungen Männern beschimpft, nachdem sie am Berliner Platz in einen Linienbus steigt. Ihr eigentliches Ziel, Essen, wird die junge Frau nicht erreichen. Die Fahrt endet schwer verletzt im Recklinghäuser Knappschaftskrankenhaus.

„Die haben mich schon während der gesamten Busfahrt angemacht“, berichtet die 18-Jährige. „Und nicht nur mich. Auch zwei andere Jungs wurden ständig provoziert. Man hat voll gemerkt, dass die auf Streit aus waren.“

Am Recklinghäuser Busbahnhof ist die bis dahin halbwegs friedlich verlaufene Fahrt zu Ende. „Die zwei Tatverdächtigen haben, nachdem sie wegen der Pöbeleien von ihrem Opfer zur Rede gestellt wurden, ohne Vorwarnung mit den Fäusten auf das Gesicht der jungen Frau eingeschlagen und schließlich auf die bereits am Boden Liegende eingetreten. Danach sind sie weggerannt“, erklärt Polizei-Pressesprecher Andreas Wilming-Weber (49).

Zeugen, die den Gewaltexzess beobachtet haben, alarmieren die Polizei und den Rettungsdienst. Ein Rettungsarzt kümmert sich sofort um eine Platzwunde über dem Auge, Blutergüsse, eine Gehirnerschütterung und drei herausgebrochene Zähne.

Trotz ihrer schweren Verletzungen kann die 18-jährige Oer-Erkenschwickerin die beiden Täter sehr genau beschreiben. Um 19.10 Uhr – exakt 25 Minuten nach der Gewalttat – nehmen Polizeibeamte in einem Hinterhof an der Kunibertistraße zwei Jugendliche aus Herten im Alter von erst 15 und 17 Jahren fest. „Sie gelten als tatverdächtig und sind der Polizei bereits einschlägig bekannt“, bestätigt Wilming-Weber.

Die beiden Jugendlichen werden nach dem Feststellen der Personalien von Polizeibeamten ihren Eltern übergeben. Die Strafanzeige lautet auf gefährliche Körperverletzung. „An solch einen Gewaltausbruch auf dem Gelände des Recklinghäuser Busbahnhofs kann ich mich nicht erinnern“, sagt Polizeisprecher Wilming-Weber und hält das Gewaltverbrechen vom Dienstag für einen Einzelfall. „Trotz vermehrter Schwerpunktaktionen unserer Kollegen lässt sich solch eine Tat leider nicht gänzlich verhindern. Die hätte sich aber überall im Gebiet jeder Stadt ereignen können.“

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