Mit einem Bagger und einem Metalldetektor machten sich die Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes der Bezirksregierung Arnsberg am Donnerstagmorgen auf dem Kirmesplatz in Oer-Erkenschwick auf Bombensuche.
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Mit einem Bagger und einem Metalldetektor machten sich die Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes der Bezirksregierung Arnsberg am Donnerstagmorgen auf dem Kirmesplatz in Oer-Erkenschwick auf Bombensuche.

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Entwarnung nach Bombensuche auf dem Kirmesplatz in Oer-Erkenschwick - das wurde statt Sprengkörpern gefunden 

  • Jörg Müller
    vonJörg Müller
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Möglicherweise befinden sich im Erdreich des Kirmesplatzes noch Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg. Heute Vormittag sind sie gesucht worden - mit diesem Ergebnis.

  • Es gibt vier konkrete Verdachtspunkte auf dem Gelände
  • Von Schritt bis zur Fliegerbombe ist alles möglich
  • Zumindest das Matthias-Claudius-Altenheim müsste evakuiert werden
  • Schon nach kurzer Zeit konnte Entwarnung gegeben werden

Update, 23. Juli, 10.23 Uhr: Entwarnung - auf dem Kirmesplatz sind keine Sprengkörper gefunden worden. Nach den Grabungen durch Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes steht fest: Im Erdreich an den vier Verdachtspunkten befand sich ungefährliche Schlacke. Der Sucheinsatz ist beeendet. Straßensperrungen oder gar Evakuierungen von Teilnen der City wird es nicht geben.

Bombensuche auf dem Kirmesplatz in Oer-Erkenschwick

Mit einem Bagger und einem Detektor suchten die Sprengstoffspezialisten auf den Kirmesplatz in Oer-Erkenschwick nach Blindgängern.
Mit einem Bagger und einem Detektor suchten die Sprengstoffspezialisten auf den Kirmesplatz in Oer-Erkenschwick nach Blindgängern. © Andreas Kalthoff
Mit einem Bagger und einem Detektor suchten die Sprengstoffspezialisten auf den Kirmesplatz in Oer-Erkenschwick nach Blindgängern.
Mit einem Bagger und einem Detektor suchten die Sprengstoffspezialisten auf den Kirmesplatz in Oer-Erkenschwick nach Blindgängern. © Andreas Kalthoff
Mit einem Bagger und einem Detektor suchten die Sprengstoffspezialisten auf den Kirmesplatz in Oer-Erkenschwick nach Blindgängern.
Mit einem Bagger und einem Detektor suchten die Sprengstoffspezialisten auf den Kirmesplatz in Oer-Erkenschwick nach Blindgängern. © Andreas Kalthoff
Mit einem Bagger und einem Detektor suchten die Sprengstoffspezialisten auf den Kirmesplatz in Oer-Erkenschwick nach Blindgängern.
Mit einem Bagger und einem Detektor suchten die Sprengstoffspezialisten auf den Kirmesplatz in Oer-Erkenschwick nach Blindgängern. © Andreas Kalthoff
Mit einem Bagger und einem Detektor suchten die Sprengstoffspezialisten auf den Kirmesplatz in Oer-Erkenschwick nach Blindgängern.
Mit einem Bagger und einem Detektor suchten die Sprengstoffspezialisten auf den Kirmesplatz in Oer-Erkenschwick nach Blindgängern. © Andreas Kalthoff
Mit einem Bagger und einem Detektor suchten die Sprengstoffspezialisten auf den Kirmesplatz in Oer-Erkenschwick nach Blindgängern.
Mit einem Bagger und einem Detektor suchten die Sprengstoffspezialisten auf den Kirmesplatz in Oer-Erkenschwick nach Blindgängern. © Andreas Kalthoff
Mit einem Bagger und einem Detektor suchten die Sprengstoffspezialisten auf den Kirmesplatz in Oer-Erkenschwick nach Blindgängern.
Mit einem Bagger und einem Detektor suchten die Sprengstoffspezialisten auf den Kirmesplatz in Oer-Erkenschwick nach Blindgängern. © Andreas Kalthoff
Mit einem Bagger und einem Detektor suchten die Sprengstoffspezialisten auf den Kirmesplatz in Oer-Erkenschwick nach Blindgängern.
Mit einem Bagger und einem Detektor suchten die Sprengstoffspezialisten auf den Kirmesplatz in Oer-Erkenschwick nach Blindgängern. © Andreas Kalthoff
Mit einem Bagger und einem Detektor suchten die Sprengstoffspezialisten auf den Kirmesplatz in Oer-Erkenschwick nach Blindgängern.
Mit einem Bagger und einem Detektor suchten die Sprengstoffspezialisten auf den Kirmesplatz in Oer-Erkenschwick nach Blindgängern. © Andreas Kalthoff

Update, 23. Juli, 7.39 Uhr: Heute wird nach den auf dem Kirmesplatz vermuteten Sprengkörpern gesucht. Dazu führen Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes der Bezirksregierung Arnsberg Grabungen an den vier Stellen mitten auf dem Gelände durch, an denen zuvor nach Sichtung von Luftbildern aus dem Zweiten Weltkrieg mit Detektoren Metall im Boden festgestellt worden ist. Alle beteiligten Behörden versammeln sich bereits um 9 Uhr an dem Gelände. Die Suche beginnt gegen 10 Uhr. Wir halten Sie an dieser Stelle in unserem Liveticker auf dem Laufenden.

Wegen der Bombensuche ist zumindest die Zufahrt zum Kirmesplatz in Oer-Erkenschwick am Donnerstag gesperrt.

Unsere Erstberichterstattung aus Oer-Erkenschwick

Bei einer erneuten Luftbildauswertung für den Kirmesplatz in Oer-Erkenschwick im Zuge der aktuellen Bauarbeiten haben sich vier Verdachtspunkte auf Sprengkörper ergeben, die sich nach einer Untersuchung der Oberfläche vor Ort konkretisiert haben. „Es steht nun fest, dass sich in dem Bereich Metall im Boden befindet. Im günstigsten Fall ist es beispielsweise eine alte Gießkanne. Im ungünstigsten Fall sind es Sprengkörper“, erläutert Immohr. 

Gefährliche "Ausgrabungen" in Oer-Erkenschwick

Mitarbeiter des Arnsberger Kampfmittelräumdienstes beginnen am Donnerstagvormittag in Oer-Erkenschwick mit ihren „Ausgrabungen“. „Wie wir dann weiter verfahren müssen, hängt davon ab, was gefunden wird“, erläutert Ordnungsamtsleiterin Barbara Sosna.

Vier Szenarien sind in Oer-Erkenschwick möglich

Folgende vier Szenarien können sich ergeben:

1. Alle Fundlöcher enthalten Schrott im wahrsten Sinne des Wortes.

2. In einem oder in allen Verdachtsorten werden kleine Sprengmittel gefunden, die von den Experten ohne großen Aufwand abtransportiert werden können.

3. Es werden, wie jüngst an der Schultenkrug-Kreuzung, Panzergranaten gefunden. Dann werden die vor Ort gesprengt. So ist der Kampfmittelräumdienst vor wenigen Tagen an der Schultenkrug-Kreuzung vorgegangen. Zum Schutz des Altersheims wird dann von den Baufirmen ein Schutzwall aufgeschoben. 

4. Es wird – was als unwahrscheinlich gilt – eine Bombe gefunden. Dann muss die - wie schon am Montagnachmittag an der Horneburger Straße geschehen - vor Ort in Oer-Erkenschwick entschärft werden. „Wenn keine Gefahr im Verzug ist, würden wir das am Montag machen“, erklärt der städtische Fachdienstleiter Michael Grzeskowiak. „Dann könnten wir die Evakuierungen längerfristig vorbereiten.“ Stellen die Kampfmittelspezialisten aber fest, dass es akute Explosionsgefahr besteht, dann wird sofort entschärft. Dazu wird die Innenstadt weiträumig abgesperrt und auch teilweise evakuiert.

Altenzentrum in Oer-Erkenschwick müsste evakuiert werden

Zumindest das Matthias-Claudius-Zentrum (MCZ), das Diakonie-Wohnheim, Teile des Schillerparks und des gegenüberliegenden Fachmarktmarktzentrums mit Aldi müssen dann evakuiert werden. Für die Unterbringung würde das komplette Schulzentrum genutzt. Heimleitungen und Hauseigentümer sowie die Kreisverwaltung, Polizei, DRK und THW sind informiert und ab Donnerstag in Bereitschaft. Die Bewohner des MCZ würden in der Willi-Winter-Sporthalle untergebracht und dort vom DRK sowie dem MCZ-Personal unter Berücksichtigung der Corona-Schutzbestimmungen betreut und verpflegt.

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