Doc Esser, bekannt aus der WDR-Sendung „Das Gesundheitsmagazin“, kommt in die Stadthalle in Oer-Erkenschwick.
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Doc Esser, bekannt aus der WDR-Sendung „Das Gesundheitsmagazin“, kommt in die Stadthalle in Oer-Erkenschwick.

Erwachsenenbildung

Doc Esser klärt über Corona auf - aber kann das neue Programm der Volkshochschule wirklich starten?

  • Michael Dittrich
    vonMichael Dittrich
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Erwachsenenbildung liegt wegen Corona wieder auf Eis. Ob die Volkshochschule (VHS) Oer-Erkenschwick am 8. Februar mit dem Frühjahrssemester wieder durchstarten kann, ist fraglich.

VHS-Leiterin Iris Faust schließt nicht aus, dass der Semesterstart um zwei bis vier Wochen verschoben werden muss: „Auf jeden Fall werden wir ab 12. Januar die neuen Programmhefte an die Haushalte in Oer-Erkenschwick verteilen.“ Damit beginnt gleichzeitig die Anmeldung für die Kurse und Einzelveranstaltungen. Natürlich ist Corona auch ein Thema im Frühjahrssemester. Dr. med. Heinz-Wilhelm Esser, besser bekannt als Doc Esser aus WDR-Hörfunk und Fernsehen, ist am Dienstag, 20. April, um 19 Uhr Gast der Volkshochschule. Der Mediziner hat direkte berufliche und sehr persönliche Erfahrungen mit Covid-19 gemacht. „Corona gefährliche Seuche oder nur eine Grippe?“ lautet das Thema der gebührenfreien Bildungsveranstaltung in der Stadthalle.

Ein Abstecher in die Seuchengeschichte in der Stadthalle in Oer-Erkenschwick

Aus historischer Sicht setzt sich Prof. Dr. Malte Thießen. Leiter des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte, am Mittwoch, 19. Mai, um 19 Uhr mit der Pandemie auseinander. Thießen hat sich in Forschung und Lehre intensiv mit der Seuchengeschichte beschäftigt. „Seuchen in Geschichte und Gegenwart: Corona als Stresstest unserer Gesellschaft“ ist sein Thema in der Stadthalle in Oer-Erkenschwick. Mit dem brisanten Thema Antisemitismus beschäftigen sich zwei weitere kostenslose Abendveranstaltungen der Volkshochschule. Unter dem Titel „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. Jüdisches Leben in der Region: Geschichte und Gegenwart“ gibt es am Montag, 3. Mai, von 17.30 bis 20.30 Uhr eine Exkursion zum jüdischen Friedhof und zur Synagoge in Recklinghausen mit Georg Möllers. Gerda Koch von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit ist am Donnerstag, 6. Mai, um 19 Uhr in der Aula der Martin-Luther-King-Schule Expertin für „Antisemitismus in Deutschland: historische Wurzeln und aktuelle Problemlage“. „Im Angebot sind etliche Einzelveranstaltungen, die wir im Herbsemester wegen der verschärften Corona-Schutzbestimmungen absagen mussten“, sagt Faust. So ist es geplant, wenn nicht wieder Corona dazwischenfunkt. Die Pandemie und die damit verbundene unsichere Planungssituation hat schon dazu geführt, dass einige Dozenten keine Angebote eingereicht haben.

  • 154 Veranstaltungen sind im Frühjahrssemester geplant. Sie haben ein Volumen von 3688 Unterrichtsstunden, inklusive möglicher Integrationskurse. Das ist deutlich weniger als in den Vorjahren.
  • Aktuell dürfen bei der VHS nur schulische Angebote laufen. Es handelt sich dabei um drei Integrationskurse und zwei Lehrgänge zum nachträglichen Erwerb eines Schulabschlusses.
  • Wegen der Pandemie gab es für das laufende Herbstsemester 20 Prozent weniger Anmeldungen als sonst. Verbunden mit der Absage von Kursen wegen Corona verzeichnet die VHS deutliche Einnahmeverluste.
  • Allein für das Frühjahrssemester (16. März bis 6. Mai Lockdown) musste die Stadt rund 18.500 Euro an Kursgebühren zurückerstatten. Die durch die Corona-Pandemie verursachten Verluste beziffert die VHS vorläufig mit rund 60.000 Euro im Vergleich zum Vorjahr.

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