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Sandra Bonnemeier, Bürgermeisterin in Leutershausen, gerät ins Visier der Justiz.

Ehemalige Wirtschaftsförderin

Sandra Bonnemeier gerät ins Visier der Justiz

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OER-ERKENSCHWICK - Die Staatsanwaltschaft Ansbach ermittelt gegen die ehemalige Wirtschaftsförderin der Stadt Oer-Erkenschwick, Sandra Bonnemeier, die seit 2016 Bürgermeisterin der fränkischen Gemeinde Leutershausen ist, wegen des Verdachts der Untreue. Das berichtet die Fränkische Landeszeitung (FLZ).

Bonnemeier steht in Leutershausen schon länger in der Kritik. Es geht um die Vergabe von Stadtmarketing-Aufträgen – ein Thema, das damals auch in Oer-Erkenschwick debattiert wurde.

Für Aufregung sorgt in Leutershausen beispielsweise die Aufstellung einer kleinen Info-Stele. Zunächst kam Ärger auf, weil der Standort der Tafel vor dem Rathaus nicht mit dem Stadtrat abgestimmt war. Ins Visier genommen wird Bonnemeier aber vielmehr wegen eines anderen Sachverhaltes. Grundsätzlich benötigt die Bürgermeisterin zwar kein Plazet des Stadtrates für die Info-Tafel, da die Kosten hierfür unter 15.000 Euro liegen. Nur die Zusammenarbeit mit einem IT-Berater aus der baden-württembergischen Gemeinde Satteldorf wird kritisch hinterfragt. Mit diesem Berater hatte Bonnemeier bereits während ihrer Tätigkeit für die Stadt Oer-Erkenschwick Verträge geschlossen.

Juristische Auseinandersetzungen

Am Stimberg verfolgt man das Thema auch deshalb mit Interesse, weil die Zusammenarbeit zwischen der Ex-Wirtschaftsförderin und dem IT-Berater schon Gegenstand juristischer Auseinandersetzungen war. Nach Informationen dieser Zeitung handelt es sich um insgesamt drei Verträge zur Kooperation im Rahmen von Förderprojekten wie „Zukunftsstadt“ oder „Die Stadt bist Du“ – verbunden mit der Frage, ob Bonnemeier diese Verträge überhaupt hätte schließen dürfen. Der IT-Berater klagte jedenfalls gegen die Stadt – und die Stadt musste im Juni 2015 jeweils zwei Raten zu 6.000 Euro sowie im August 2015 noch einmal 2.000 Euro zahlen. Hinzu kommen laut Urteil vom 25. Juli 2017 des Landgerichts Bochum noch einmal 5.000 Euro für den Monat September 2015.

In Leuterhausen geht es nach dem Bericht der Fränkischen Landeszeitung aber um viel höhere Beträge. Demnach summieren sich in der mittelfränkischen Gemeinde die von dem IT-Berater der Stadt in Rechnung gestellten Dienstleistungen auf bis zu 200.000 Euro. Der Stadtrat zog schließlich die Notbremse und setzte alle weiteren Arbeitsaufträge aus.

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