So wie Bulldogge „Lilli“ und Husky-Mischling „Lulu“ ziehen immer mehr Tiere ins Homeoffice ihrer Herrchen und Frauchen ein. Doch was passiert mit den Tieren, wenn der normale Arbeitsalltag wieder anfängt?
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So wie Bulldogge „Lilli“ und Husky-Mischling „Lulu“ ziehen immer mehr Tiere ins Homeoffice ihrer Herrchen und Frauchen ein. Doch was passiert mit den Tieren, wenn der normale Arbeitsalltag wieder anfängt?

Nachfrage nach Haustieren steigt

Hund und Co. sollen es im Homeoffice richten - Tierschützer aus Oer-Erkenschwick sind besorgt

  • Regine Klein
    vonRegine Klein
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Durch Homeoffice verbringen Menschen mehr Zeit daheim. Damit steigt auch in Oer-Erkenschwick die Nachfrage nach Haustieren. Tierschützer sehen Trend mit Sorge.

In Zeiten von Kontaktbeschränkungen sollen Hund, Katze und Co. wohl die Lücke füllen, für Abwechslung in Homeoffice und Homeschooling sorgen. Studien belegen, dass Haustiere Einsamkeit und Angstgefühle mindern sowie die Stimmung aufhellen können. Doch wer sich jetzt ein Haustier holt, sollte sich fragen: „Was ist nach Corona?“ Ute Brinkmann, Vorsitzende des Tierschutzvereins Oer-Erkenschwick: „Wir vermitteln Katzen nur zu zweit, hier ist die Situation nicht ganz so heikel, wenn wieder Normalität in den Alltag einkehrt und ein Spielgefährte da ist. Bei Hunden ist das schon kritischer, dann fehlt plötzlich die Zeit zum ausgiebigen Gassigehen.“

Schlimmste Befürchtungen in Oer-Erkenschwick

Doch wer einen Blick in Kleinanzeigen-Portale wirft, der merkt: Kaufen ist keine Seltenheit – auch für Bürger aus Oer-Erkenschwick. So sucht jemand eine „Britisch Kurzhaar“ in grau, mindestens zwölf Wochen alt, nicht geimpft und gechipt, und bietet 400 Euro. Noch mehr ist ein Käufer bereit, für einen Kater – Perser oder Mix – auszugegeben. „Mindestens ein Jahr alt bis max. fünf Jahre. Kein Freigänger! Zahle je nach gefallen bis 500 Euro“, heißt es in der Anzeige. Ute Brinkmann vom Tierschutzverein, der auf seinem Gelände ein Rattenproblem hat, hat dazu eine klare Meinung: „Das weckt bei mir immer schlimmste Befürchtungen.“ Sind solche Angebote seriös? Kommen die Tiere wirklich aus guter Haltung? Auch auf der Tierauffangstation in Oer-Erkenschwick gehen vermehrt Anfragen nach Katzen ein, vermittelt wird nur nach eingehender Prüfung. „Es gab auch Nachfragen von Bürgern, die bereits Katzenhalter sind“, erläutert Brinkmann vom Tierschutzverein. Doch wer für sein Kind, in seiner kleinen Wohnung noch eine kleine Katze sucht, der muss sich ein paar Fragen der Tierschützer gefallen lassen. Schließlich müssen sie sich sicher sein, das ihre Schützlinge ein gutes Zuhause finden.

Tierschützerin Julia Neumann versucht „Susi“ herauszulocken, die Katzendame gehört zu den „wilderen“ Bewohnern der Auffangstation. Für sie wird ein Zuhause auf einem Bauern- oder Reiterhof gesucht. Für die Zeit der Eingewöhnung, hat der Verein ein Gehege angeschafft, das vor Ort auf Zeit aufgebaut werden kann.

Derzeit spielt die Jahreszeit den Tierschützern in die Karten, die Auffangstation ist fast leer. Vor allem semi-wilde Samtpfoten leben hier, doch das wird sich spätestens im März wieder ändern…

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