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Hundesteuer in Oer-Erkenschwick

Hundesteuer

Vergleichsweise preiswert

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OER-ERKENSCHWICK - Hunde sind auch für viele Oer-Erkenschwicker treue Wegbegleiter und gelten sogar als Familienmitglied. In der Stimbergstadt sind laut Mitteilung aus dem Rathaus 1907 dieser Vierbeiner gemeldet. Ihre Besitzer müssen für Schäferhunde, Labradore und Co. neben den Kosten für Versicherung, Tierarzt und vor allem Hundefutter auch Steuern bezahlen.

Der Bund der Steuerzahler (BdSt) hat die Hundesteuer in 338 Städten in Nordrhein-Westfalen verglichen. Demnach kassiert Oer-Erkenschwick jährlich 96 Euro für einen Hund. Damit gehört die Stimbergstadt in Sachen Hundesteuer zu den preiswerteren Gemeinden im Land. Wer aber mehr als einen Hund besitzt, muss auch mehr bezahlen. Bürger zahlen bei zwei Hunden 108 Euro und bei drei Hunden 120 Euro – jeweils pro Tier. Besitzer von als gefährlich eingestuften Hunden müssen 288 Euro bezahlen.

Da die Kommunen die Hundesteuer selbst festlegen können, fällt diese je nach Wohnort sehr unterschiedlich aus. Der Rat beschließt die Hundesteuer. Die Einnahmen fließen dem allgemeinen Haushalt zu. Die voraussichtlichen Einnahmen in Oer-Erkenschwick von rund 187.000 Euro im Jahr 2018 entsprechen etwa drei Prozent der Grundsteuereinnahmen. „Die Hundesteuer ist als Bagatellsteuer nicht mehr zeitgemäß“, findet Eberhard Kanski, stellvertretender Vorsitzender des BdSt NRW. Die Steuer nehme so gut wie keine Rücksicht auf die finanzielle Leistungsfähigkeit der Steuerzahler. „Der Erhebungs- und Kontrollaufwand der Hundesteuer ist hoch und das Aufkommen im Vergleich zu den klassischen Kommunalsteuern, wie Grund- und Gewerbesteuer, eher unbedeutend“, sagt Kanski.

Doch nicht alle Halter müssen für ihre Vierbeiner zahlen: Hunde, die ausschließlich dem Schutz und der Hilfe blinder, tauber oder sonst hilfloser Menschen dienen, werden auf Antrag von der Steuer befreit. Die Voraussetzung dafür ist ein entsprechender Schwerbehindertenausweis. 50 Prozent Ermäßigung von der Hundesteuer erhalten auf Antrag Bürger, die Grundsicherungsleistungen im Alter beziehen. In der Nachbarstadt Marl wird auch für Hunde, die nachweislich aus dem Tierheim übernommen worden sind, auf Antrag eine Steuerbefreiung gewährt – allerdings nur für zwei Jahre. Außerdem gibt es dort einen Steuerrabatt für Hunde, die in der Landwirtschaft oder als Wachhunde gehalten werden.

Auch Hunde leiden unter der Hitze, was ein Tierarzt rät, lesen Sie hier.

Für einen Tag - deshalb geben Hunde an der Lindenstraße Fersengeld.

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