Unsortierte Stimmzettel liegen auf einem Tisch in einem Wahllokal
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Am 27. September müssen die Wahlhelfer nicht fünf, sondern nur eine (Stich-)Wahl auszählen. Geld spart das aber nicht.

Kommunalwahl

Keine Bürgermeister-Stichwahl in Oer-Erkenschwick - aber spart die Stadt deshalb auch Geld?

  • Jörg Müller
    vonJörg Müller
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Carsten Wewers (CDU) hat die Bürgermeisterwahl im ersten Anlauf gewonnen. Es gibt also keine BM-Stichwahl. Spart das der Stadt und somit dem Steuerzahler Geld?

Wir haben bei der Stadt Oer-Erkenschwick nachgefragt. Und die Antwort aus dem Rathaus ist eindeutig: Der Wahlsieg von Carsten Wewers spart der Stadt keinen Cent. Denn in knapp zwei Wochen findet eine Landrats-Stichwahl statt, da weder Bodo Klimpel (CDU) noch Michael Hübner (SPD) am vergangenen Sonntag mehr als 50 Prozent der Stimmen holten. „Für die Stichwahl müssen wir erneut alle Wahllokale mit Wahlvorständen besetzen und auch öffnen. Es werden also erneut rund 230 Frauen und Männer mit der Durchführung der Wahl beschäftigt sein“, erläutert Stadtsprecher Peter Raudszus.

Wahlen kosten in Oer-Erkenschwick rund 30.000 Euro

Die Kosten für den vergangenen Wahlsonntag beziffert Raudszus auf rund 30.000 Euro für die sogenannten Erfrischungsgelder für die Wahlhelfer sowie Sachkosten und etwa 5000 Euro für Coronamaßnahmen wie Spuckschutzwände und Desinfektionsmittel. Oben drauf kommen noch die Personalkosten der Mitarbeiter der Stadt Oer-Erkenschwick. „Und dabei spielt es keine Rolle, ob die Kolleginnen und Kollegen nun eine oder zwei Abstimmungen durchführen und auszählen. Die Kosten bleiben bis auf die 5000 Euro für Corona bei der Stichwahl dieselben“, sagt Raudszus.

Briefwahlbüro in Oer-Erkenschwick öffnet am Montag

Am Mittwoch tagt der städtische Wahlausschuss, um das Wahlergebnis vom Sonntag amtlich festzustellen. Auf Kreisebene ist das am Donnerstagmittag der Fall. „Danach beginnen wir mit der Vorbereitung der Briefwahl. Dafür haben sich bereits 5200 Wähler vormerken lassen“, berichtet Rathaus-Mitarbeiterin Anika Windeck. Das Briefwahlbüro im Sitzungssaal des Rathauses in Oer-Erkenschwick öffnet dann zur Durchführung der Landratsstichwahl wieder ab Montag, 21. September. Es ist dann Montag bis Mittwoch jeweils von 8.30 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr geöffnet – am Donnerstag bis 17 Uhr und am Freitag bis 18 Uhr. Die alten Wahlbenachrichtigungen behalten ihre Gültigkeit, zur Wahlteilnahme reicht aber auch der Personalausweis.

Plakate müssen in Oer-Erkenschwick bis Sonntag verschwinden

Derweil muss sich bis Sonntag der „Wahlplakate-Wald“ in der Stadt lichten. Die Parteien und Wählergemeinschaften müssen bis einschließlich kommenden Sonntag ihre Wahlplakate entfernt haben. Es sei denn, ein Kandidat nimmt an der Landratsstichwahl am 27. September teil. Dann gibt es Aufschub bis 4. Oktober.

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