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Kahlschlag auf dem Gelände der ehemaligen Stimbergschule: Der Baggerbetrieb Ludbrock hat dort knapp 50 Bäume gefällt. Der Baustart steht kurz bevor, die Firma Tecklenburg wartet noch auf die Baugenehmigung.

Klein-Erkenschwick

Bäume abgeholzt – Turnhalle steht noch

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OER-ERKENSCHWICK - Der örtliche Abbruchunternehmer Rudolf Ludbrock leistet ganze Arbeit. Auf dem Gelände der ehemaligen Stimbergschule steht kein einziger Baum mehr.

Dort sollen ein neuer Netto-Markt und Wohnbebauung entstehen. Die kreischenden Motorsägen an der Stimbergstraße sind ein untrügliches Signal dafür, dass in absehbarer mit dem Baubeginn zu rechnen ist. Einen genauen Termin wollte Projektleiter Simeon Engler von der Tecklenburg Projektentwicklungs GmbH aus Düsseldorf auf Nachfrage dieser Zeitung allerdings nicht nennen. „Wir warten noch auf die Baugenehmigung von der Stadt. Solange die nicht vorliegt, beginnen wir auch nicht mit dem Abriss der alten Turnhalle.“ Für die Abholzung der Bäume blieb dem neuen Eigentümer des Grundstücks allerdings nicht mehr viel Zeit. Vom 1. März bis 30. September ist das Fällen von Bäumen bis auf Ausnahmen verboten, weil das Bundesnaturschutzgesetz nistende Vögel schützt.

Knapp 50 Bäume sind der Motorsäge zum Opfer gefallen. Darunter befinden sich sieben mehr als 100 Jahre alte Stieleichen und eine amerikanische Eiche. Zum Rest des Baumbestandes zählt eine bunte Mischung aus Gehölzen wie Platanen, Hainbuchen, Birken, Baumhasel und einer Kirsche, die offensichtlich einmal zum Schulgarten der Stimbergschule gehörte. „Wir fällen nicht mehr Bäume als nötig für die Neubebauung und halten uns natürlich an die Baumschutzsatzung“, sagte Engler.

Das Bauprojekt soll den Ortsteil Klein-Erkenschwick aufwerten. Geplant ist eine Bäckerei mit Außenterrasse, ein 1400 Quadratmeter großer Netto-Markt samt Parkplätzen im Grundstücksinneren. Zudem entstehen auf dem Gelände 20 Doppelhaushälften, die verkauft werden sollen, sowie Mietwohnungen über der Discounter-Filiale.

Rudolf Ludbrock hat am mit Sohn Jonas und Mitarbeiter Frank Kuhlmann am Dienstagvormittag bereits alle Bäume umgelegt. Eine Lehrerin der Ewaldschule schaute sich mit ihrer Schulklasse interessiert das „Schlachtfeld“ an, ein interessantes Anschauungsobjekt für den Biologie- und Heimatkundeunterricht. Die Anwohner müssen sich noch ein paar Tage mit der lauten Geräuschkulisse abfinden. „Die Arbeiten werden voraussichtlich noch bis Ende der Woche dauern“, sagte Rudolf Ludbrock. Heute soll ein Großraumschredder zu der Fällkolonne stoßen. Die Äste werden vor Ort zerkleinert. Brauchbare Stämme werden abtransportiert und als Nutzholz für die Möbelherstellung verwendet.

Aktuell herrscht Stillstand auf der Netto-Baustelle auf dem Felände der ehemaligen Stimbergschule - das steckt dahinter.

An der Ewaldstraße kreischen die Motorsägen

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