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Seit dieser Woche entkernt die Firma Robers die Stimberg-Turnhalle, draußen türmt sich der Bauschutt.

Klein-Erkenschwick

Abbruchfirma zerlegt Stimberg-Turnhalle

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OER-ERKENSCHWICK - Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, doch bevor der Bagger die Wände der alten Stimberg-Turnhalle einreißt, müssen aus dem 60er-Jahre-Bau Mineralwolle, Holz und Eternitplatten entfernt werden.

Die Säge hat ganze Arbeit geleistet. Das Holzparkett, auf dem Generationen von Oer-Erkenschwickern Sport getrieben haben, stapelt sich jetzt in handlichen 1,50 x zwei Meter großen Portionen unter dem Turnhallendach. Daneben stehen 20 große Säcke mit jeweils 1,5 Kubikmetern Glaswolle. Seit Montag zerlegt die Abbruchfirma Robers aus Stadtlohn die alte Stimberg-Turnhalle in ihre Einzelteile.

„Ein Abriss in dieser Größenordnung dauert zwei bis drei Wochen“, meint Polier Vitus Terhörne (53). Die Zeiten der schnellen Abrissbirne sind längst vorbei. Bevor der Bagger anrückt, muss alles raus aus der Turnhalle, was die Firma nicht als Bauschutt entsorgen kann. Das gilt nicht nur für Glas- und Wolle, sondern auch für Holz. Terhörne trägt wie seine Kollegen einen blauen Einweg-Schutzanzug. Mineralfasern können Hautreizungen verursachen. Auch ein Mundschutz gehört dazu. Gerade beim Abbruch entsteht Staub, der die Atemwege beeinträchtigen kann.

Mit Säbel-, Handkreissäge und Brechstange zerlegen die Abbruchspezialisten den Holzboden. „Die Holzdecke kommt nächste Woche dran“, meint Alfons Schlottbom (59). Derweil hat Terhörne sich ein Sicherungsgeschirr umgeschnallt, er muss acht Meter hoch aufs Dach der Turnhalle. „Mutwillig zerstören macht vielleicht Spaß. Aber nicht, wenn man es jeden Tag machen muss“, sagt der Polier. Ungefährlich ist der Job auch nicht. Mit dem Hubsteiger fährt Terhörne nach oben aufs Dach. Dort warten Eternitplatten auf ihn, die ebenfalls unter die Kategorie Sondermüll fallen. Bis der Abrissbagger die Mauern der Turnhalle aus den 60er-Jahren einreißen kann, gibt es noch jede Menge Arbeit. Wie viel Tonnen Bauschutt bei dem Abriss anfallen, kann Terhörne nicht sagen: „Das werden aber mindestens 15 bis 20 Sattelzüge.“

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