Wahl am Sonntag, 13. September

Kommunalwahl 2020 in Oer-Erkenschwick: Was Sie für die Wahlen wissen müssen

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Sechs Männer treten bei Bürgermeisterwahl gegen Amtsinhaber Carsten Wewers (CDU) an. Zehn Parteien und Wählergemeinschaften wollen in den Stadtrat einziehen. 21 Wahllokale öffnen von 8 bis 18 Uhr.

Wer seine Stimme(n) für die fünf Wahlen am Sonntag, 13. September, noch nicht per Brief abgegeben hat, kann das am Wahltag zwischen 8 und 18 Uhr in seinem Wahllokal machen. Wer wo seine Kreuzchen machen muss, steht auf der Wahlbenachrichtigung, die jeder der rund 24.500 Wahlberechtigten erhalten haben müsste. Wer keine bekommen hat oder wissen möchte, ob er im Wählerverzeichnis der Stadt gelistet ist, kann sich am Sonntag bereits ab 7 Uhr telefonisch an das Rathaus wenden (-69 10).

Die BM-Kandidaten:
Um das Amt des Bürgermeisters bewerben sich neben dem amtierenden Verwaltungschef, Carsten Wewers (CDU), sechs weitere Kandidaten. Das sind Christian Wegner (Grüne), Josef Oeinck (Linkspartei), Peter Heuschneider (BOE), Sebastian Schroer (Die PARTEI), Werner Lill (UBP) und Andreas Ranz (AfD). Die SPD stellt erstmals keinen Bürgermeisterkandidaten, weil sie in den eigenen Reihen keinen aus ihrer Sicht geeigneten Bewerber gefunden hat. Amtsinhaber Carsten Wewers hat Chancen auf eine Wiederwahl. Größter Konkurrent dürfte Christian Wegner von den Grünen sein.

Die Parteien:
Zehn Parteien und Wählergemeinschaften wollen jeweils möglichst viele Vertreter in den neuen Stadtrat entsenden. Das sind: SPD, CDU, Grüne, Linkspartei, FDP, Bürgervereinigung Oer-Erkenschwick (BOE), Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG), Unabhängige Bürgerpartei (UBP), die PARTEI und die AfD.

Wer hat die größten Chancen?
Da es keine Prozent-Hürde für den Einzug in den Stadtrat gibt, haben alle antretenden „Gruppen“ gute Chancen, mindestens einen Vertreter in den Stadtrat zu entsenden. Dazu braucht es – abhängig von der Wahlbeteiligung – ungefähr 250 bis 300 Wählerstimmen. Gewählt werden insgesamt 40 Ratsmitglieder. 20 über die Direktwahlkreise und 20 Sitze werden über die Reservelisten verteilt. 41. Ratsmitglied ist der Bürgermeister.

In der Geschichte der Stadt hat bislang stets die SPD die deutlich stärkste Fraktion gestellt. Bei dieser Wahl wird damit gerechnet, dass sich der Abstand zwischen SPD und CDU weiter verringert. Ein Beispiel dafür ist der Wahlkreis 10 in Rapen. Früher eine sichere Bank für die SPD (Kandidat Werner Nilius). Aber der CDU-Kandidatin Hildegard Jäger-Kettler ist als bekannte Rapenerin der Sieg ebenfalls zuzutrauen. Um ein Direktmandat zu erlangen, reicht die einfache Mehrheit im Wahlkreis.

Die Besonderheiten des Wahlkampfs:
Größtenteils war es ruhig und unspektakulär. Für Aufsehen sorgte einzig die Aufstellung der UBP-Stadtrats-Kandidaten. Rita Weiß (75) fiel nach eigenen Angaben „aus allen Schluppen“, als sie in dieser Zeitung las, sie kandidiere für die UBP im Wahlbezirk 2. Einen Tag später meldete sich eine weitere Bewerberin und sah sich ebenfalls getäuscht. Kreisvorsitzender Tobias Köller verwahrte sich gegen die Vorwürfe und verwies darauf, die Damen hätte eine offizielle Zustimmungserklärung unterschrieben. Der Fall schlug hohe Wellen.

Musik im Wahllokal:
Das gab es bislang auch nicht. Diesmal schon, am Sonntag ab 13 Uhr spielt im „JOE’s“ an der Lindenstraße das Bass-Guitar-Duo „Captain Twang“ mit Jim Demant und Eddie Wagner. Während der Stimmabgabe gibt es bei Kaffee und Kuchen Songs von Willie Nelson bis ZZ-Top mit Abstechern zu Vicky Leandros, den Pet Shop Boys oder David Bowie.

Rubriklistenbild: © Archiv

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