Das Rätselraten um die Zukunft des Schießplatzes Losheide geht weiter.
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Das Rätselraten um die Zukunft des Schießplatzes Losheide geht weiter.

Kontaminierter Schießplatz

Verein beantragt Fristverlängerung

  • Uwe Wallkötter
    vonUwe Wallkötter
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OER-ERKENSCHWICK - Das Thema kontaminierter Schießplatz Losheide wird die Beteiligten auch im neuen Jahr weiter beschäftigen. Wie Kreispressesprecher Jochem Manz bestätigt, hat der Betreiberverein der Anlage Fristverlängerung bis zum Jahresende beantragt. Auch Schützen aus Oer-Erkenschwick sind betroffen.

Wie berichtet, hat die Kreisverwaltung dem Verein eine sogenannte Ordnungsverfügung zugestellt, in dem der Club angewiesen wird, die aus Kreissicht noch fehlenden erforderlichen Sanierungsuntersuchungen zu veranlassen. Es geht um weitere Gutachten (unter anderem Boden), die nach Einschätzung des Kreises rund 30.000 Euro kosten und die aus Sicht der Kreisverwaltung erforderlich sind, um weitere Erkenntnisse hinsichtlich der Sanierung des belasteten Geländes zu bekommen. Bis Mitte Dezember hatte der Verein Zeit, ein entsprechendes Gutachterbüro dem Kreis zu präsentieren. Diese Frist ist abgelaufen. Stattdessen hat der Verein gegen diese Verfügung beim Verwaltungsgericht Gelsenkirchen Klage eingereicht. „Bislang haben wir noch keine Klagebegründung“, so Manz. Bis zum Jahresende habe der Verein nun Zeit, diese Begründung nachzureichen. Dann müsse man weitersehen, so Manz.

Aktueller Betreiber in der Pflicht

Die Kreisverwaltung ist seit Monaten auf der Suche nach einem Verursacher der Bodenbelastung. Sowohl der Betreiberverein als auch die Kreisjägerschaft Hubertus, die vorher die Anlage betrieben hatte, waren vom Kreis kontaktiert und zur Offenlegung der finanziellen Verhältnisse aufgefordert worden. Nun hat sich der Kreis entschieden, den Schießplatz Losheide e.V. als aktuellen Betreiber in die Pflicht zu nehmen. Insbesondere durch den jahrzehntelangen Schießbetrieb mit Blei liegt die Bleikontamination um ein Vielfaches über dem zulässigen Wert. Auch wenn dadurch zunächst keine akute Gefahr besteht, fordert die Kreisverwaltung als zuständige Bodenbehörde die Beseitigung der Belastung.

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