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Renate Brinkmann-Beneke zeigt den Ascheklumpen, den sie beim Rasenmähen entdeckt hat.

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Vom Großbrand verweht - Überraschung beim Rasenmähen in Oer

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Renate Brinkmann-Beneke entdeckt auf der Wiese in Oer-Erkenschwick einen großen Ascheklumpen. Sind das Überreste vom Großbrand der "Spielewelt"?

Nach dem Bericht in der Stimberg Zeitung über die Verwehung von Rußpartikeln nach dem Großbrand eines Indoor-Spielplatzes in Recklinghausen war sie schlauer: „Da wurde mir klar, diese Asche kann nur von dem Brand sein.“ Mit den bloßen Händen angefasst hat sie die Fundstücke zum Glück nicht. „Bei der Gartenarbeit trage ich zum Schutz immer Handschuhe“, sagt die Frau aus Oer-Erkenschwick.

Rund acht Kilometer Luftlinie bis Oer-Erkenschwick 

Dass die Asche von Grullbad über eine Strecke von mehr als acht Kilometern bis zu ihrem Garten an der Straße Im Heitkamp weht, hätte sie nicht gedacht. „Die Brombeerernte werde ich jedenfalls erst mal verschieben. Wer weiß, wie viel Aschefeinstaub in der Luft war. Sehen kann man ihn ja nicht“, sagte Brinkmann-Beneke. Ihr Sohn ist bei einer Freiwilligen Feuerwehr aktiv und habe sie gleich nach dem Brand informiert und zur Vorsicht ermahnt. 

Mit Rasenmäher noch mehr Rußpartikel weggemäht  

Denn nach dem Reinigen des Auffangkorbs ihres Aufsitzrasenmähers hatte sie auf dem Unterarm eine dunkelgraue Verfärbung. „Das hatte ich vorher noch nie. Wer weiß, wie viele Aschestücke ich noch mit dem Rasenmäher eingesammelt habe“, meint die Oer-Erkenschwickerin. Den großen Ascheklumpen bewahrt sie in einer alten Schüssel als Beweisstück auf. „Ich möchte auch alle anderen Gartenbesitzer vor den Aschepartikeln warnen“, sagt Brinkmann-Beneke. Die Oer-Erkenschwickerin will jetzt abwarten, bis das Landesamt für Natur, Umwelt, und Verbraucherschutz NRW (LANUV) die Rußpartikel aus Oer-Erkenschwick untersucht hat. Die Auswertung der Proben soll bis Ende dieser Woche vorliegen.

Brombeerernte in Oer-Erkenschwick verschoben  

 „Von wegen keine Gefahr für die Bevölkerung. Auf solche Aussagen nach einem Großbrand verlasse ich mich nicht“, sagt die 70-Jährige. Die Brombeeren bleiben erst mal in den Büschen hängen. „Daran dürfen jetzt die Vögel naschen“, meint Brinkmann-Beneke.

"Kinderwelt" wurde fast komplett zerstört  

 Bei dem Brand am vergangenen Donnerstag wurde die 2008 eröffnete „Kinderwelt“ in Recklinghäuser Stadtteil Grullbad fast komplett zerstört. Ursache für das Feuer soll ein technischer Defekt gewesen sein. Nach ersten Schätzungen beläuft sich die Höhe des Sachschadens auf rund vier Millionen Euro. Verletzt wurde bei dem Feuer wie durch ein Wunder niemand.

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