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An der Esseler Straße/Groß-Erkenschwicker-Straße entsteht zurzeit ein Mehrfamilienhaus. Ein Anwohner fordert nun die Überprüfung des Genehmigungsverfahrens.

Esseler Straße

Mehrfamilienhaus entsteht in Oer - warum ein Anwohner dagegen protestiert

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Wo einst die Gaststätte "Zur Linde" in Oer-Erkenschwick stand, wird nun ein Mehrfamilienhaus gebaut. Einem Anwohner ist das  Projekt ein Dorn im Auge.

Investor Oliver Mumme aus Oer-Erkenschwick hat das rund 5.000 Quadratmeter große Gelände erworben und geht mit seiner Immobiliengesellschaft in die Vermarktung. Ein Zwölf-Familien-Haus mit Wohnungen von rund 85 bis 105 m² entsteht, hinzu kommen zwei Penthouse-Wohnungen mit 125 m². Der Baufortschritt ist deutlich sichtbar – aber einem Anwohner in Oer-Erkenschwick schmeckt das Ausmaß der Bebauung ganz und gar nicht.

Oer-Erkenschwick: "Vorhaben ist überdimensioniert"

Heinrich Ader hat einen regen Schriftverkehr in dieser Sache. Zunächst gab es diesen mit der Stadtverwaltung in Oer-Erkenschwick als zuständige Genehmigungsbehörde – und jetzt auch mit der Bezirksregierung in Münster. Ader will geklärt wissen, ob die Genehmigung für das Bauvorhaben rechtens war und das im Zweifel auch vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen verhandelt wissen. „Ich halte dieses Vorhaben für überdimensioniert“, argumentiert Ader. Für ihn ist klar: Das Haus fügt sich einfach nicht in die Umgebung ein.

Bei der Verwaltung in Oer-Erkenschwick bestehen keine Bedenken

Die Stadtverwaltung vertritt eine andere Auffassung, wie der zuständige Fachdienstleiter Michael Grzeskowiak ausführt. Gegen die Zulässigkeit eines Wohngebäudes an der „Kreuzung Pieper“ bestünden keine offensichtlichen Bedenken, da das Gebiet überwiegend durch Wohnbebauung geprägt sei. Das Bauvorhaben füge sich auch hinsichtlich der Höhe und der überbauten Grundstücksfläche ein. Rücksichtslos sei zudem auch nicht die Anzahl der genehmigten Vollgeschosse und die Anzahl der Wohnungen. „Die Schwelle zur Rücksichtslosigkeit ist auch erst dann überschritten, wenn das Vorhaben einmauernde oder erdrückende Wirkung entfacht. Davon gehe ich aber nicht aus“, sagt der Fachdienstleiter.

Heinrich Ader hat derweil die Bauaufsichtsbehörde beim Regierungspräsidenten eingeschaltet. Diese hat den Sachverhalt jetzt an den Kreis Recklinghausen zurückverwiesen. Der Kreis sei als Obere Bauaufsicht für eine Prüfung zuständig.

Vor einem Jahr wurden zwei Kastanien auf dem Gelände gefällt, danach begannen die Arbeiten für den Neubau.

Der Abriss der ehemaligen Gaststätte "Zur Linde" wurde von vielen Bürgern in Oer verfolgt.

Bauarbeiten stehen auch in der Innenstadt an. Auf der Stimbergstraße mit einigen Folgen für die Autofahrer.

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