Fachdienstleiter Michael Grzeskowiak (l.) informierte die Bewohner der Honermannsiedlung über die Pläne der Stadt. Im Hintergrund sieht man den „Kreisverkehr“, der für unklare Verkehrsverhältnisse sorgt.
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Fachdienstleiter Michael Grzeskowiak (l.) informierte die Bewohner der Honermannsiedlung über die Pläne der Stadt. Im Hintergrund sieht man den „Kreisverkehr“, der für unklare Verkehrsverhältnisse sorgt.

Einwohnerversammlung auf Parkplatz 

Mini-Kreisverkehr ist ein Gefahrenherd - das schlagen die Anwohner jetzt vor  

  • Michael Dittrich
    vonMichael Dittrich
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Die Bewohner der Honermannsiedlung wollen, dass die Stadt den Kreisverkehr an der Kreuzung von Johannesstraße und Mühlenweg zurückbaut.

  • Stadt holt Meinungen der Anwohner ein
  • Für Trecker mit Anhänger zu klein
  • Verkehrsberuhigung soll ausgeweitet werden     

Das ist Tenor einer von der Stadtverwaltung organisierten Einwohnerversammlung, an der knapp 40 Bewohner der Siedlung teilnahmen. Zudem sollen zukünftig beide Straßen im Kreuzungsbereich als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen werden. Damit würde an dieser Kreuzung die Vorfahrtregelung rechts vor links gelten und die Straße für Mini-Kicker sicher werden.

Oer-Erkenschwick: Unklare Verkehrssituation

Auslöser für die Überarbeitung der Verkehrsregelung war einAntrag eines Mühlenweg-Anwohners, die unklare Verkehrssituation durch Umwidmung des verkehrsberuhigten Bereiches in eine Tempo-30-Zone zu verbessern. Bisher gilt dieses Tempo schon im übrigen Kreuzungsbereich. 

Oer-Erkenschwick: Schilder für Kreisverkehr fehlen 

Zudem hat sich die Verkehrskommission den Kreisverkehr angeschaut, weil es dort zuletzt einen Verkehrsunfall gab. „Die Polizei hat bem Ortstermin darauf bestanden, dass die Beschilderung entsprechend der Vorschriften ergänzt werden muss“, erklärte Fachdienstleiter Michael Grzeskowiak. Bisher fehlen an allen vier Einmündungen nämlich Vorfahrt- und Kreisverkehrschilder. Das hat zur Folge, dass viele Autos und Radfahrer nicht um die Mittelinsel herumfahren, sondern sie einfach schneiden. Trecker insbesondere mit Anhänger kommen gar nicht um die Mittelinsel herum. Prompt ließ auch ein Trecker während der Einwohnerversammlung die Mittelinsel rechts liegen. Auch Radfahrer nehmen in der Regel den direkten Weg. 

Oer-Erkenschwick: Autos fahren schneller als erlaubt

Die Umwidmung des verkehrsberuhigten Bereiches (Spielstraße) in eine Tempo-30-Zone hält Grzeskowiak für nicht machbar: „Dafür müssten 1500 Fahrzeuge täglich dort unterwegs sein. Gezählt haben wir dort an einem Donnerstag einmal900 motorisierte Verkehrsteilnehmer, sonst waren es weniger.“ Viele Anwohner befürchten zudem, dass in einer Tempo-30-Zone Autofahrer mit 50 Stundenkilometern durch die Johannesstraße brausen. Tatsächlich ist jetzt bei einer Geschwindigkeitsmessung herausgekommen, dass 85 Prozent der erfassten Fahrzeuge auf der Johannesstraße bis zu 29 km/h schnell unterwegs waren. Erlaubt ist Schritttempo.

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