Gegen den Eichenprozessionsspinner setzt die Stadt im nächsten Jahr Meisen ein.
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Gegen den Eichenprozessionsspinner setzt die Stadt im nächsten Jahr Meisen ein.

Im kommenden Jahr

Baubetriebshof der Stadt Oer-Erkenschwick baut 50 "Wohnungen" für 100 neue "Mitarbeiter"

  • Jörg Müller
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Was hilft wirklich gegen den Eichenprozessionsspinner? Der Baubetriebshof der Stadt Oer-Erkenschwick setzt für 2020 auf Mitarbeiter der eher besonderen Art.

Und dabei handelt es sich um natürliche Feinde des Eichenprozessionsspinners. Gemeint sind Meisen, auf deren Speisekarte der Spinner steht. Der Eichenprozessionsspinner sorgte im vergangenen Sommer für reichlich Probleme in der Stadt. Denn seine Nesselhaare können gefährliche allergische Reaktionen beim Menschen hervorrufen. 

Oer-Erkenschwick: 50 Nistkästen für 100 Meisen

„Wir haben 50 Meisen-Nistkästen geordert, die wir an den Stellen in der Stadt aufhängen werden, wo uns der Eichenprozessionsspinner im vergangenen Sommer besonders viele Probleme bereitet hat“, erklärt Stadtsprecher Peter Raudszus auf Nachfrage. Das waren insbesondere der Waldfriedhof und Bereich vor einigen Schulen und Kindergärten. 

Oer-Erkenschwick: 20.000 Euro für Fachfirmen

Insgesamt 20.000 Euro musste die Stadt für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners aufbringen. „Denn wir mussten jeweils Fachfirmen beauftragen, die die Nesterbeseitigung durchgeführt hat“, sagt Raudszus. In den Nachbarstädten Datteln und Marl sind in den vergangenen Tagen Fälle bekannt geworden, wonach wegen der aktuellen Kälte von Bäumen herabfallende Nester bei Menschen wegen der immer noch „aktiven“ Nesselhaare unter anderem zu Hautreizungen geführt haben. Bei den Nestern handelt es sich um solche, die im (Früh-)Sommer nicht von den Bäumen abgesaugt, sondern womöglich nur verklebt worden sind. „Bei uns in Oer-Erkenschwick sind solche Fälle aber noch nicht bekannt geworden“, sagt Peter Raudszus. 

Oer-Erkenschwick: Schnell den Bauhof informieren

Die Stadtverwaltung rät Bürgern für den Fall, dass sie von städtischen Bäumen herabgefallene Nester entdecken, bloß nicht selbst aktiv zu werden. „Dann sollte man unverzüglich den städtischen Baubetriebshof unter der Telefonnummer 69 15 00 informieren. Die Kollegen werden sich dann um den Fall kümmern.

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