Bauhofkolonne repariert Straßenschäden durch Frost
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Die Bauhofkolonne mit (v.l.) Klaus Klimetzki, Thomas Roch und Alexander Schäfer flickt hier Schlaglöcher auf der Von-Waldthausen-Straße mit Kaltasphalt und Rüttelplatte. Starke Frostschäden gibt es unter anderem auch auf der Busch- und Westerbachstraße. Für die löchrige Ludwigstraße (L 798) ist indes der Landesbetrieb Straßen.NRW zuständig.

Bauhof startet mit Reparaturarbeiten

Väterchen Frost ist verschwunden - das hat er auf den Straßen am Stimberg hinterlassen

  • Michael Dittrich
    vonMichael Dittrich
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Der Schnee ist bis auf kleine Reste verschwunden. Jetzt kommen jede Menge Schlaglöcher ans Tageslicht. Manche Straßen sehen aus wie ein Schweizer Käse.

Bauhofmitarbeiter räumen gerade die letzten Schneeberge weg und fegen die Straßen in Oer-Erkenschwick. Dabei notieren sie sich gleich die Löcher im Asphalt. Denn der knackige Frost hat vergangene Woche in Oer-Erkenschwick ganze Arbeit geleistet. Meist sind die Löcher im Straßenbelag wie auf der Von-Waldthausen-Straße zwei bis drei Zentimeter tief. An der Kreuzung Schulte-Hubbert und auf der Ludwigstraße sieht es schlimmer aus. „In den nächsten Tagen werden wir noch mehr Löcher entdecken, wenn der Frost ganz aus dem Boden heraus ist und der Verkehr herüberrollt“, sagt Baubetriebshofleiter Gerold Schmelter. Die Straßenbaukolonne vom Bauhof stopft die Löcher auf den Straßen seit Donnerstag mit Kaltasphalt.

Kaltasphalt ist in Oer-Erkenschwick nur eine Zwischenlösung

Eine Reparatur mit Kaltasphalt für 130 Euro die Tonne ist aber nur eine Zwischenlösung in Oer-Erkenschwick. Im ungünstigen Fall lösen sich die Flicken schon beim nächsten Frost, weil sich genau das wiederholt, was gerade passiert ist. Wasser dringt durch Ritzen in die Asphaltdecke ein. Sobald es friert, dehnt sich die Flüssigkeit aus und bringt den Asphalt zum Platzen. „Bei Straßen, die durch Schwerlastverkehr und Busse besonders stark beansprucht werden, hält solch ein Flickenteppich aber nicht lange“, meint der stellvertretende Bauhofleiter Georg Hölscher. Der Neuaufbau einer Straße wäre zu teuer. Oft reicht eine kostengünstigere Reparatur durch Dünnschicht-Kalteinbau (DSK). Dabei wird die oberste Asphaltschicht abgekratzt und eine bis zu 1,5 Zentimeter starke neue Asphaltdecke aufgetragen.

„Heiße“ Reparatur in Oer-Erkenschwick mit Bitumen und Split

Für die DSK-Methode fehlt dem Bauhof, der jede Menge Arbeit durch das extreme Winterwetter hatte, allerdings das nötige Gerät und der Stadt meist auch das Geld für die Vergabe an eine Fachfirma. Beschädigte Straßen kann der Bauhof aber in Eigenleistung mit einer Schicht aus Bitumen und Split selbst reparieren. Dabei wird flüssiges Bitumen in mehreren Schichten auf die Straße gespritzt, Split aufgetragen und mit einer Dampfwalze verdichtet. „Solche großflächigen Reparaturen sind wesentlich haltbarer als Kaltasphalt“, sagt Hölscher. Mit um die 35 Tonnen Bitumen und 350 Tonnen Split kalkuliert der Bauhof für die Beseitigung der Winterschäden. Kostenpunkt: rund 30.000 Euro.

Für Kreis- und Landstraßen ist der Bauhof in Oer-Erkenschwick nicht zuständig

Der Nachteil: „Heiße“ Reparaturen sind nur möglich, wenn sich das Thermometer dauerhaft im zweistelligen Bereich bewegt. Welche Straßen dieses Jahr ab Mai eine großflächige Reparaturdecke aus Bitumen und Split bekommen müssen, wird sich noch zeigen. Für Landstraßen wie die Ludwigstraße und Kreisstraßen wie die Ewaldstraße ist die Stadt indes nicht zuständig. Hölscher: „Wir melden die Schäden und leisten in Notfällen auch Amtshilfe.“

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