Arzt impft Tagespflegegast im Seniorenzentrum gegen Covid-19.
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Auch Tagespflegegäste wurden geimpft: (v.l.) Dr. Damir Smajlovic, Dietmar Kolloschinski (64) mit Ehefrau Cornelia, Einrichtungsleiter Matthias Frieds, Arzt-Assistentin Elmedina Islamovic und Pflegedienstleiterin Bärbel Preckel.

35 Pflegekräfte machen nicht mit

Im Matthias-Claudius-Zentrum werden die Spritzen knapp - so läuft die größte Impfaktion in Oer-Erkenschwick

  • Michael Dittrich
    vonMichael Dittrich
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Nahe dran am Impfzentrum war am Freitag das Matthias-Claudius-Zentrum (MCZ). Vier Ärzte injizierten im Haus verteilt parallel 300 Impfdosen an Bewohner und Diakonie-Beschäftigte.

Aufregend war die bisher größte Impfaktion in Oer-Erkenschwick schon ein wenig für Leiter Matthias Frieds: „Vier Streifenwagen der Polizei standen vor der Tür. Der Impfstoff kam eine halbe Stunde früher als angekündigt. Da gab es jede Menge zu organisieren.“ Um 11.45 fiel der Startschuss, gegen 13.20 Uhr wurden kurzzeitig die Spritzen knapp. Frieds musste Nachschub aus der Arztpraxis von Dr. Damir Smajlovic holen. Zum Matthias-Claudius-Zentrum wurde zwar genügend Impfstoff auch für die Mitarbeiter der Diakonie-Stationen in Datteln und OE sowie Reinigungs-und Küchenpersonal geliefert, aber zu wenig Spritzen.

Impfquote bei Pflegekräften in Oer-Erkenschwick ist niedriger

123 Bewohner und Tagespflegegäste der Diakonie-Einrichtung in Oer-Erkenschwick waren einverstanden mit der Impfung. Sieben Mal gab es ein Nein. Zudem leben im MCZ 13 Menschen mit einem positiven Schnelltest, der noch nicht in allen Fällen bestätigt wurde. Die können im Augenblick auch nicht geimpft werden. Bei den Mitarbeitern ist die Impfquote niedriger. 70 Pflegekräfte machten mit, 35 wollten sich nicht impfen lassen. „Die häufigsten Gründe waren gesundheitlicher Natur. Angst vor Komplikationen in einer Schwangerschaft, noch nicht erforschte Nebenwirkungen und Ähnliches“, meinte Frieds.

Maskenpflicht und Schnelltest bleiben in Oer-Erkenschwick auch nach der Impfung

Auswirkungen auf den laufenden Betrieb des Hauses in Oer-Erkenschwick habe das keine. „Egal ob geimpft oder nicht, an Maskenpflicht und Schnelltest ändert sich vorläufig nichts. Denn bisher ist nicht ausgeschlossen, das auch Geimpfte das Virus übertragen können“, sagte Frieds. Altenpflegerin Regina Dwoniczak (56) hatte auch erst Bedenken: „Erst wollte ich mich nicht impfen lassen, weil ich Angst vor Nebenwirkungen hatte. Nach Gesprächen mit Kolleginnen habe ich meine Meinung geändert und dabei an meine Mutter gedacht und die Bewohner, die ich damit schützen kann.“ Im Marienstift in Oer und im Seniorenstift An der Haard in Rapen sind die Impfungen schon gelaufen.

Nicht mehr so mobile Bewohner im Seniorenzentrum in Oer-Erkenschwick werden auch im Bett geimpft

Während Ärztin Ulrike Wilhelms im Erdgeschoss die hoffnungsvollen Nadelstiche setzte, hatten ihr Ehemann, der Allgemein-Mediziner Hans-Cord Wilhelms, und Kollegin Dr. Sabine Opalka oben in zwei Wohnbereichen nicht minder viel zu tun. Pflegedienstleiterin Bärbel Preckel erklärte: „Einige der Bewohner dort sind nicht mehr so mobil, Da muss der Arzt auch mal zum Bett kommen.“

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