Vor fast genau fünf Jahren: Der damalige Bürgermeister Achim Menge gratuliert Gabriele Langemeier-Conrad zur Beigeordnetenwahl.
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Vor fast genau fünf Jahren: Der damalige Bürgermeister Achim Menge gratuliert Gabriele Langemeier-Conrad zur Beigeordnetenwahl.

Stadtverwaltung

Beigeordnete will vorzeitig in Pension: So hat der Stadtrat in geheimer Abstimmung entschieden

  • Jörg Müller
    vonJörg Müller
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Seit fünf Jahren ist Gabriele Langemeier-Conrad Erste Beigeordnete der Stadtverwaltung. Nun will sie früher in Pension. So hat der Stadtrat entschieden.

  • Stadtrat hat in geheimer Abstimmung entschieden
  • Rechtliche Voraussetzungen sind erfüllt
  • Belastung für die städtische Haushaltskasse

Update, 26. Juni, 15.50 Uhr: Die Erste Beigeordnete der Stadtverwaltung Oer-Erkenschwick, Gabriele Langemeier-Conrad, geht ab 1. Juli in Alterszeit. Die 59-jährige Wahlbeamtin erfüllt mit 40 Dienstjahren alle rechtlichen Voraussetzungen. Aber der Stadtrat hätte während seiner jüngsten Sitzung in der Stadthalle mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit dem Antrag auf Frühpension widersprechen können. Doch diese Mehrheit kam nicht zustande. Jetzt arbeitet die Erste Beigeordnete noch eineinhalb Jahre mit geringeren Bezügen und tritt dann vorzeitig ihren Ruhestand an.

Update, 23. Juni, 14.05 Uhr: Die Ratsfraktion der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) unterstützt die Erste Beigeordnete der Stadtverwaltung Oer-Erkenschwick, Gabriele Langemeier-Conrad, in ihrem Bestreben, nach 40 Dienstjahren ab 1. Juli in Altersteilzeit zu gehen. „Die rechtlichen Voraussetzungen sind gegeben und eine solche Regelung ist schon für andere Beamte in Kraft getreten“, sagt UWG-Fraktionsvorsitzender Helmut Lenk. Gabriele Langemeier-Conrad ist vor fünf Jahren überraschend zur Ersten Beigeordneten und damit zur allgemeinen Stellvertreterin des Bürgermeisters gewählt worden. Ihre eigentliche Amtszeit als Wahlbeamtin beträgt acht Jahre. Würde die Altersteilzeit nun genehmigt, würde die 59-jährige Volljuristin noch eineinhalb Jahre mit reduzierten Bezügen weiterarbeiten und dann ab 1. Januar 2022 vorzeitig in den Ruhestand treten. Wie durchsickerte, wollen allerdings SPD, CDU, BOE und Linkspartei ihr Votum einlegen. Helmut Lenk meint dagegen: „Die Beigeordnete ist in letzter Zeit von vielen ihrer Aufgabe entbunden worden. Dann stellt sich schon mal die Sinnfrage.“

Unsere Erstberichterstattung:

Gabriele Langemeier-Conrad (SPD) ist als Erste Beigeordnete allgemeine Stellvertreterin von Oer-Erkenschwicks Bürgermeister Carsten Wewers (CDU) in der Führung der Verwaltung. Die heute 59-Jährige wird nach der Beamten-Besoldungsgruppe A 16 (Rund 7400 Euro Grundgehalt brutto) entlohnt. Ihre Wahl vor fünf Jahren erfolgte überraschend. Denn eine Ratsmehrheit von SPD, BOE und Linkspartei wollte eigentlich den heutigen Fachdienstleiter Michael Grzeskowiak in das Beigeordnetenamt hieven. Doch in geheimer Abstimmung gab es offenbar einige Abweichler. Am Ende wurde dann die langjährige Verwaltungsmitgarbeiterin Langemeier-Conrad gewählt. 

Verantwortlich fürs Jugendamt in Oer-Erkenschwick

Seitdem ist Langemeier-Conrad für die Bereiche Jobcenter, Jugendamt, Asyl, Personal und Ordnungsamt unmittelbar verantwortlich. Mit nunmehr 40 Dienstjahren erfüllt die 59-Jährige die Voraussetzungen für Alterszeit. Die will sie im Blockmodell wählen. Das heißt, ab 1. Juli, würde die 59-jährige Volljuristin noch eineinhalb Jahre mit reduzierten Bezügen weiterarbeiten und dann ab 1. Januar 2022 vorzeitig in den Ruhestand treten. Zu ihren Beweggründen wollte sich Langemeier-Conrad gestern nicht äußern. Auch Bürgermeister Carsten Wewers war unter Verweis auf die Nichtöffentlichkeit dieser Personalangelegenheit nicht zu einer Stellungnahme bereit.

Oer-Erkenschwick: Rat kann Antrag ablehnen

Gewöhnlich gut unterrichteten politischen Kreisen zu Folge ist der Teilzeit-Antrag – obwohl rechtlich alle Voraussetzungen für einen vorzeitigen Renteneintritt vorliegen – aber noch lange nicht „durch“. Denn der Rat kann mit einer Zweidrittelmehrheit einen solchen Antrag ablehnen. Und dem Vernehmen nach wollen unter anderem SPD, CDU, BOE und die Linkspartei das auch tun. Angeblich deshalb, weil eine Altersteilzeit den Personalhaushalt der Stadt belasten würde. Wie nun entschieden wird, ergeben die Beratungen der Ratssitzung am 25. Juni in der Stadthalle.

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