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Je nach Jahreszeit und Alter bringen Igel zwischen 450 und 1500 Gramm auf die Waage.

Ungewöhnlich anhänglich

Ziemlich beste Freunde -  Was ein Stacheltier mit einer Seniorin aus Oer-Erkenschwick verbindet

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Freundschaften zwischen Mensch und Tier gibt es häufiger. Aber die zwischen  Christel Roßmann (84) und ihrem stacheligen Freund ist schon etwas Besonderes.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die 84-jährige Seniorin regelmäßigen Herbstbesuch. Zwei Igel mit reichlich Hunger kamen häufiger in ihrem Garten vorbei, um sich satt zu essen. Und einer dieser beiden Gesellen - da ist sich christel Roßmann sehr sicher - ist jetzt wieder an der Richard-Wagner-Straße gesichtet worden. 

Oer-Erkenschwick: Igel klettert in den Futtereimer

„Sobald es dunkel ist, klettert der Igel in den Eimer mit dem Futter. Ich habe ihn jetzt Fridolin getauft“, erzählt die Oer-Erkenschwickerin. Im Garten gibt es für den Igel stets etwas Leckeres, „zum Beispiel Katzen-Trockenfutter“, denn jetzt ist die Zeit, in der sich die Igel kugelrund futtern müssen. 

Oer-Erkenschwick: Igel haben bis zu 8000 Stacheln

Die Igel (Erinaceidae) gehört zur den Säugetieren. Erwachsene Igel haben 6000 bis 8000 Stacheln, mit denen sie sich zusammengerollt gegen ihre Feinde wehren. Igel werden bis zu 32 Zentimeter lang. Je nach Jahreszeit und Alter bringen sie zwischen 450 und 1500 Gramm auf die Waage. Igel sind dämmerungs- und nachtaktiv und haben besonders Käfer, Larven, Regenwürmer, Ohrwürmer, Schnecken, Tausendfüßer sowie Spinnen zum Fressen gerne. Besondere Leckerbissen sind Katzentrockenfutter, Thunfisch, hartgekochtes Ei oder Hackfleisch mit Haferflocken.

Oer-Erkenschwick: Weder Milch noch Sahne füttern

Milch und Sahne mögen sie zwar auch, sollten aber lieber nicht in den Napf kommen, denn die bekommt gerade kränkelnden Tieren nicht. Sie bekommen Durchfall. Jetzt im Herbst müssen sich Igel Fettreserven für den Winterschlaf anfuttern, daher kann man ihnen auch am Tag begegnen. Bringen Jungigel Anfang bis Ende November weniger als ein Pfund auf die Waage, gelten sie als hilfsbedürftig. Sind die Igel dann im November fett und müde und sinken die Bodentemperaturen auf den Gefrierpunkt, suchen sie ein Winterquartier auf. 

Igel lieben unaufgeräumte Ecken im Garten

Igel sind dankbar für jede unaufgeräumte Ecke im Garten, denn Laub-, Gestrüpp- und Reisighaufen, Holzstapel oder Hecken sind ihre Lieblingsplätze. Während des Winterschlafes kühlt ihr Körper bis auf fünf Grad ab, sie atmen nur viermal pro Minute und ihr Herz schlägt ganz langsam. So verbrauchen sie sehr wenig Energie, trotzdem verlieren sie 20 bis 40 Prozent ihres Körpergewichts. Ihr Winterquartier nutzen sie bei Schlechtwetterperioden bis in den Mai – bis es wieder warm ist und das Insektenbufett reich gedeckt…

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