Die Bürgermeister Carsten Wewers und Helmut Wenzel vor dem Maritimo-Freizeitbad
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Verstehen sich prächtig und arbeiten seit vielen Jahren gut und vertrauensvoll zusammen: Lübbenaus Bürgermeister Helmut Wenzel (re.) und Oer-Erkenschwicks Verwaltungschef Carsten Wewers.

Tag der Deutschen Einheit

30 Jahre Städtepartnerschaft: Das sind die Wünsche der Bürgermeister aus Oer-Erkenschwick und Lübbenau

  • Jörg Müller
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Seit drei Jahrzehnten sind Oer-Erkenschwick und Lübbenau in Brandenburg verpartnert. Am Tag der Deutschen Einheit blicken beide Bürgermeister nach vorn.

Bei der Unterzeichnung der Städtepartnerschaft zwischen Lübbenau und Oer-Erkenschwick kannten sich beide noch gar nicht. Heute sind Lübbenaus Bürgermeister Helmut Wenzel (Parteilos) Oer-Erkenschwicks Verwaltungschef Carsten Wewers (CDU) befreundet. Wir haben beide Bürgermeister danach gefragt, was sie den Bürgern der jeweils anderen Stadt wünschen.

Aus Oer-Erkenschwick kommen Gesundheitswünsche

Carsten Wewers: Ich wünsche allen Lübbenauern in dieser besonderen Zeit vor allen Dingen Gesundheit. Möge unsere Partnerstadt von der Corona-Pandemie weiterhin weitgehend verschont bleiben. Ansonsten wünsche ich der Stadt Lübbenau, dass die positive Entwicklung der Spreewaldgemeinde weiterhin anhält und man im Einzugsbereich Berlins von dem Wachstum der Hauptstadt profitieren kann. Ich hoffe, dass auch der Tourismus in der einzigartigen Spreewaldlandschaft weiterhin floriert und dass Lübbenau es schafft, die Natur des Spreewaldes trotz der zunehmenden Besucherzahlen zu erhalten. Und ich erhoffe mir für beide Gemeinden, dass die nunmehr seit 30 Jahren bestehende Städtepartnerschaft weiterhin durch möglichst viele Freundschaften und gegenseitige Besuche lebendig gestaltet wird.

Oer-Erkenschwicker sollen Einheit als Geschenk betrachten

Helmut Wenzel: Ich wünsche den Menschen in Oer-Erkenchwick und Lübbenau, dass sie die Deutsche Einheit trotz aller weiterhin bestehenden Unterschiede weiterhin als ein Geschenk betrachten. Und ich drücke die Daumen, dass den neu gewählten Kommunalpolitikern und dem mit großer Mehrheit bestätigten Bürgermeister Carsten Wewers eine weiterhin erfolgreich Kommunalpolitik gelingt. Denn beide Städte befinden sich immer noch im Strukturwandel, der richtungsweisende Entscheidungen erfordert. Zudem hoffe ich, dass die Städtepartnerschaft weiterhin gut funktioniert. Gerade jetzt in Corona-Zeiten zeigt sich, dass sich gegenseitige Besuche innerhalb Deutschlands lohnen. Und selbstverständlich wünsche ich allen Oer-Erkenschwickern, dass sie gesund und schadlos durch die Zeit der Corona-Pandemie kommen.

Partnerschaft Oer-Erkenschwick/Lübbenau ist älter als die Einheit

Zur Erinnerung: Kurz nach dem Fall der Mauer am 9. November 1989 war Oer-Erkenschwick zunächst auf der Suche nach einer Partnerstadt an der Ostseeküste der damaligen DDR. Wenige Wochen später stand fest: Es wird Lübbenau im schönen brandenburgischen Spreewald. Besiegelt wurde die Städtepartnerschaft dann sogar einige Wochen vor der Deutschen Einheit, nämlich bereits am 15. September 1990. „Das war ein bewegendes Ereignis“, erinnert sich Alt-Bürgermeister Clemens Peick (82), der damals die Partnerschaftsurkunde unterschrieb. Peick war es auch, der Anfang der 90er-Jahre dem heutigen Bürgermeister der Stadt Lübbenau, Helmut Wenzel (58), im DRK-Stadthaus an der Agnesstraße beherbergte. Denn der damalige Beigeordnete der Lübbenauer Stadtverwaltung hospitierte zusammen mit seinem heutigen Stellvertreter Rainer Schamberg im Oer-Erkenschwicker Rathaus.

Ähnliche Herausforderungen für Oer-Erkenschwick und Lübbenau

„Damals sind Freundschaften entstanden, die wir auch heute noch pflegen“, erinnert sich Helmut Wenzel, der erst zum Jahresbeginn in närrischer Mission in Oer-Erkenschwick weilte. Der seit 2000 amtierende Lübbenauer Verwaltungschef und der jetzige Oer-Erkenschwicker Bürgermeister Carsten Wewers (46) lernten sich 2005 in der polnischen Partnerstadt Pniewy kennen. Wewers weilte damals als CDU-Ratsmitglied und Teil einer Oer-Erkenschwicker Delegation in Polen. „Helmut Wenzel und ich haben uns auf Anhieb gut verstanden“, erinnert sich Wewers. Und sie tauschen sich heute noch regelmäßig aus. Denn die Herausforderungen beider Städte sind ähnlich. Beide Gemeinden sind ehemalige Bergbaustandorte, beide Städte forcieren ihren naturverbundenen Kurzzeittourismus und beide Städte haben gerade ihre großen Freizeitbäder rekommunalisiert. „Da sind gute Kontakte hilfreich“, sagt Wewers, der mit seiner Familie erst im Sommer Campingurlaub in Lübbenau gemacht hat – auch mit Helmut Wenzel...

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