Oer-Erkenschwicker demonstrieren vor der Ratssitzung gegen die Dillenburg-Pläne.
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Unter anderem (v.l.) Luitgard Schäfer, Susanne Hennig und Udo Homeyer protestierten vor dem Beginn der Ratssitzung gegen eine mögliche Nutzung des Dillenburg-Areals als Industriefläche.

Standort Dillenburg an der Stadtgrenze

Widerstand gegen Gewerbepark ist groß - so hat der Rat der Stadt Oer-Erkenschwick entschieden

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Mit großer Mehrheit hat der Stadtrat von Oer-Erkenschwick beschlossen, dass die Pläne für ein Gewerbegebiet Dillenburg aufgegeben werden.

BOE, UWG und Die Partei stimmten einem gemeinsamen Antrag von CDU und Grünen zu, die SPD enthielt sich. Sie fürchtet, dass Oer-Erkenschwick und Datteln vom Radar des Regionalverbands Ruhr (RVR) und von ansiedlungswilligen Unternehmen verschwinden, wenn der Eindruck entstehe, dass keine zusätzlichen Flächen für Gewerbe geschaffen werden. Johannes Kemper glaubte, ein Ungleichgewicht festzustellen: „Wenn täglich 300 DHL-Fahrzeuge das Gewerbegebiet Am Schüttacker in Oer-Erkenschwick verlassen und über unsere Straßen fahren, meckert keiner. Die bringen ja unsere Weihnachtsgeschenke.“

Landwirtschaft in Oer-Erkenschwick soll erhalten bleiben

So haben CDU und Grüne ihre Ablehnung begründet: Das 63 Hektar große Areal ist nicht ans Verkehrsnetz angebunden, der Verkehr würde auf Erkenschwicker Seite durch Oer fließen. Außerdem grenzt es an die Haard in Oer-Erkenschwick und gilt als ökologisch wertvoll. Zu guter Letzt, so CDU-Fraktionschef Lars Ehm, wolle man die Landwirtschaft erhalten. Christian Wegner (Grüne) hob die Bedeutung der Dillenburg als Frischluftschneise hervor. Er sagte abschließend: „Die Menschen in unseren Städten wollen dieses Gewerbegebiet nicht.“

Stadträte in Oer-Erkenschwick und Datteln stimmen dagegen

Diese Haltung hatte bereits am Mittwoch der Stadtrat in Datteln deutlich gemacht. Die Politiker dort hatten gegen die Stimmen der SPD ebenfalls beschlossen, dass der RVR aufgefordert werden soll, die Planungen für ein Gewerbegebiet Dillenburg an der Stadtgrenze von Oer-Erkenschwick und Datteln aufzugeben. Ein RVR-Sprecher hatte vorab deutlich gemacht, dass die Verbandsversammlung in Essen das letzte Wort habe.

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