In Gewächshäusern sollen auf dem ehemaligen Zechengelände auch Tomaten wachsen.
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In Gewächshäusern sollen auf dem ehemaligen Zechengelände in Oer-Erkenschwick auch Tomaten wachsen.

Neue Bürgerinitiative

Tomaten und Paprika von der Halde in Oer-Erkenschwick - dagegen formiert sich Widerstand

  • Jochen Börger
    vonJochen Börger
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Die Essener Fakt AG will in Gewächshäusern auf der Halde Tomaten züchten. Eine neue Bürgerinitiative macht dagegen Front.

Während das Gewächshaus-Projekt der Essener FAKT AG auf dem ehemaligen Zechengelände in Oer-Erkenschwick Formen annimmt, hat sich parallel dazu eine Bürgerinitiative gegründet, die dem Vorhaben kritisch gegenübersteht und es verhindern will.„BIEF“, diese Bezeichnung steht für „Bürgerinitiative Ewald-Fortsetzung“, die von Björn Kurzke aus Oer-Erkenschwick ins Leben gerufen wurde. Parteilich unabhängig und der Natur verbunden sei die Initiative, betont Kurzke. Er lädt am kommenden Donnerstag, 24. September, um 15.30 Uhr alle Interessierten zu einem Treffen vor Ort ein. Start der Besichtigungstour ist am Haldeneingang an der Klein-Erkenschwicker-Straße. Zu Gast ist dann auch Naturexperte Dr. Gerhard Laukötter, der die Veranstaltung begleitet.

Kurze Vertriebswege von Oer-Erkenschwick

Die Fakt AG will auf einer Fläche in Gewächshäusern Tomaten und Paprika anbauen, die nach ihrer Ernte auf kurzem Vertriebsweg von Oer-Erkenschwick aus in Regalen von Supermärkten angeboten werden. Eine städtebauliche Vereinbarung mit der Fakt-Tochtergesellschaft GAP (Gesunde Agrarprodukte GmbH) ist inzwischen auf den Weg gebracht. Das Unternehmen hatte Ende vergangenen Jahres angekündigt, dass spätestens ab 2022 das Gemüse von der Zechenhalde verkauft werden kann. Die Fakt AG aus Essen war zwischenzeitlich auch an einer Bebauung des Stadtparks interessiert. Die Pläne wurden mittlerweile wieder begraben.

Paprika sollen in Oer-Erkenschwick auf Kokos-Substrat wachsen

Die Tomaten und Paprika sollen in Oer-Erkenschwick auf Kokos-Substrat gezüchtet werden, die Pflanzen werden von Bienen bestäubt und mit Regenwasser von der Halde bewässert. Gut 100 Menschen sollen dort Arbeit finden. Konkurrenz zu heimischen Bauern sei nicht geplant. Die Dimension des Gewächshaus-Projektes ist Björn Kurzke indes ein Dorn im Auge. Er sagt: „Konkret bedeutet das, dass auf einer Fläche von rund 14 Fußballfeldern Bäume und Sträucher gerodet werden.“ Der Initiativen-Initiator will den „Zustand der Unwissenheit“ beenden, wie er es formuliert. Daher lädt er alle Interessierten ein, am Donnerstag das Gelände in Augenschein zu nehmen. Politiker der Ratsfraktionen sind ebenfalls zum Mitdiskutieren eingeladen.

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