Über die Folgen des Corona-Virus müssen auch die Schulen beraten.

Erhöhte Vorsichtsmaßnahmen

Coronavirus und die Folgen - so reagieren Banken und Kirchen

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Stoppt das Coronavirus möglicherweise auch eine Oberstufenfahrt des Willy-Brandt-Gymnasiums in Oer-Erkenschwick? In Kürze soll es nach Rom gehen.

  • Am Gymnasium wird debattiert, ob eine Kursfahrt stattfinden kann.
  • Offizielle Empfehlungen des Gesundheitsamtes gibt es noch nicht
  • In den Apotheken herrscht Betriebsamkeit.

Update, 1. März, 10.33 Uhr

Die Folgen des Coronavirus haben in vielerlei Hinsicht Einfluss auf den Alltag. Beispiel katholische Kirchengemeinde: Priester und Kommunionhelfer sollten sich die Hände waschen und Desinfektionsmittel verwenden. Zudem sei wegen des erhöhten Ansteckungsrisikos die Handkommunion zu empfehlen. Kelchkommunion und Mundkommunion verlangten besondere Vorsicht. Dasselbe gilt für den Körperkontakt (Händeschütteln, Umarmung) beim Friedenszeichen nach dem Friedensgruß des Priesters. Ratsam sei außerdem Zurückhaltung bei der Nutzung des Weihwasserbeckens in den Kirchen.

Oer-Erkenschwick: Keine Mundkommunion

Auf eine Mundkommunion wird verzichtet. Und den traditionellen Satz „Gebt Euch ein Zeichen des Friedens“, nach dem sich die Katholiken dann die Hände reichen, wird Pastor Reinhard Vehring diesmal nicht sagen.

Auch bei der Volksbank bereitet man sich auf das Virus vor, bestätigt Vorstand Ludger Suttmeyer auf Anfrage. Bei dem Geldinstitut gibt es einNotfallteam, das sich regelmäßig trifft, um Pläne für verschiedene Szenarien vorzubereiten. Das Gremium kam am vergangenen Donnerstag wegen Corona zu einer Sondersitzung zusammen. Und es gibt konkrete Maßnahmen, die schon ab der kommenden Woche in der Volksbank greifen, um präventiv tätig zu werden.

Oer-Erkenschwick: Mehrfache Reinigung

Eine der Vorsichtsmaßnahmen: Es wird weder bei Mitarbeitern noch bei den Kunden eine Begrüßung per Handschlag geben, sagt Suttmeyer. In den Sozialräumen der Bank wird es extra Desinfektionsmittel geben und auch im Eingangsbereich sollen – ähnlich wie im Krankenhaus – Handdesinfektionsmittel-Spender aufgestellt werden. Die Mitarbeiter sind zudem auch angehalten, unabhängig von der normalen Reinigung die publikumsintensiven Bereiche wie zum Beispiel Geldautomaten oder Beratungstheken mehrmals am Tag zu säubern.

Unsere Erstberichterstattung:

Alle Wege führen sprichwörtlich nach Rom – doch ob genau das bald am Willy-Brandt-Gymnasium (WBG) in Oer-Erkenschwick der Fall sein wird, ist noch offen. Neun Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q 1 wollen sich am 6. März mit ihrem Latein-Kurs Richtung italienische Hauptstadt aufmachen. „E s ist aber noch offen, was passiert“, sagt WBG-Direktor Christian Huhn, nachdem er mit dem Kreisgesundheitsamt Rücksprache zu diesem Thema gehalten hat.

Oer-Erkenschwick: "Wir werden alles kritisch prüfen"

Von dort gab es folgende Aussage: Rom zählt – anders als die Lombardei – aktuell nicht zum Risikogebiet. Eine grundsätzliche Empfehlung gibt die Behörde den Schulen aber nicht. „Wir werden die nächsten Tage abwarten, alles kritisch prüfen und dann kurzfristig eine Entscheidung treffen“, sagt Huhn.

An den anderen beiden weiterführen Einrichtungen im Stadtgebiet – Paul-Gerhardt-Hauptschule (PGS) und Christoph-Stöver-Realschule (CSR) – sind aktuell keine Klassenfahrten vorgesehen. „Im Mai geht es nach Norddeutschland“, berichtet PGS-Rektor Volkmar Schäpers. Man werde die Situation in den kommenden Wochen genau beobachten.

Oer-Erkenschwick: Händewaschen wichtiger denn je

Derweil gibt es in diesen Tagen natürlich eine hektische Betriebsamkeit auch in den Apotheken in Oer-Erkenschwick. „Natürlich wird in der Kundschaft viel über das Thema gesprochen“, sagt Volker Mattern, stellvertretender Sprecher der Kreis-Apothekerschaft. Das Coronavirus nimmt Einfluss auf das Geschäft von Mattern und seiner Berufskollegen. Lieferengpässe bei Desinfektionsmitteln und Atemmasken sind die Folge. „Auch wir weisen immer wieder darauf hin, wie wichtig vor allem das Händewaschen ist“, sagt Mattern. Jedwede Art von Panikmache sei im Zusammenhang mit dem Virus zwar nicht zielführend. „Doch sorgfältig muss man mit dem Thema schon umgehen, weil man das Virus eben noch nicht kennt.“

Hier gibt es alle Infos zur Lage im Kreis Recklinghausen.

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