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Der neue Vorstand der Ditib-Gemeinde (v.l.) Aysegül und Zühtü Kalayci, Hodscha Cebbar Cakmak, Mosa Acmale, Vorsitzender Fehmi Kocagöz, Ercan Avcioglu, Ali Demiray und Meryem Kirazli-Sen.

Klein-Erkenschwicker-Straße

Warten auf den Muezzinruf-Entscheid - so reagiert der neue Ditib-Vorstand

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Heiß diskutiert wird in Oer-Erkenschwick das vorläufige Aus für den Muezzin-Gebetsruf immer noch. Der neue Vorstand der Ditib-Gemeinde macht nun ein Angebot. 

  • Die Gemeinde stellt sich an der Spitze personell neu auf.
  • In Sachen Muezzin-Ruf wird auf eine Gerichtsentscheidung gewartet.
  • Auch die Zusammenarbeit von türkischen und deutschen Frauen soll forciert werden.

18 Jahre lang war Telat Cosgun Vorsitzender der Ditib-Gemeinde an der Klein-Erkenschwicker-Straße im Ortsteil Rapen. Nun gibt es einen Wechsel an der Spitze. Cosgun kandidiert nicht mehr. Sein Nachfolger ist Fehmi Kocagöz. Vorstandserfahrung besitzt der neue Mann bereits, war Kocagöz doch zuletzt dort als Sekretär tätig.

Oer-Erkenschwick: "Kontinuierliche Arbeit fortsetzen"

Der 52-jährige Bergmann lebt seit 1979 in Oer-Erkenschwick an der Marktstraße, ist verheiratet und Vater von zwei Kindern sowie Großvater von zwei Enkeln. In Kürze wird er in den Ruhestand verabschiedet. Langeweile wird Kocagöz in seiner Freizeit aber kaum haben, steht er doch jetzt einer 304 Mitgliederzählenden Gemeinde vor. „Wir wollen die gute und kontinuierliche Arbeit des bisherigen Vorstandes fortsetzen“, sagt der Vorsitzende.

Oer-Erkenschwick: Frauen-Treffen geplant

Sein Vize ist Zühtu Kalayci, ebenso wie Aysegül Kalayci, die auch als Frauenbeauftragte fungiert. Neue Sekretäre sind Mosa Acmale und Ercan Avcioglu. Die Kasse wird von Ali Demiray geführt. Meryem Kirazli-Sen zeichnet ebenfalls für die Belange der Frauen verantwortlich. Und in diesem Bereich will die Ditib-Gemeinde auch die Kooperation mit deutschen Frauen ausweiten. „Ich stelle mir beispielsweise vor, dass wir regelmäßige Gesprächskreise oder deutsche und türkische Kochabende anbieten“, sagt Meryem Kirazli-Sen. Wer weitere Ideen hat, kann sich mit ihr telefonisch unter 01 76/72 810 800 in Verbindung setzen.

Oer-Erkenschwick: Gesprächsangebot an den Kläger

Bei einem der brisantesten Themen der jüngeren Vergangenheit warten die Verantwortlichen noch ab. Was passiert mit dem Muezzin-Ruf? Ein Anwohner hatte erfolgreich vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen geklagt. Seitdem ist der Gebetsruf in Rapen nicht mehr erlaubt. Gespannt warten die Ditib-Verantwortlichen jetzt auf eine Entscheidung desOberverwaltungsgerichts Münster. Kocagöz: „Wir müssen den Richterspruch natürlich respektieren, unterbreiten aber auch dem Kläger ein Gesprächsangebot und wollen ihm in einem persönlichen Gespräch unsere Haltung erläutern.“

So fielen die Reaktionen auf das Verbot des Muezzin-Rufes aus.

Hass und Drohmails auch gegen den Bürgermeister waren die Folge.

In der benachbarten Milli-Görus-Gemeinde wurde ein Minarett aufgebaut.

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